

Landesforstpräsident Max Reger zog eine positive Bilanz hinsichtlich der Baumarten Fichte und Buche. Tannen und Eichen bereiten allerdings weiterhin Sorgen, da die Verbissbelastung bei diesen Baumarten in allen Jagdbezirksarten wieder zugenommen hat. Dr. Rudi Suchant von der FVA Freiburg verwies diesbezüglich auf ein bevorstehendes Projekt, das die Ursachen und Einflussfaktoren auf den erhöhten Verbiss von Tanne und Eiche in bestimmten Gebieten erforschen soll. Der regionalen Betrachtung und der räumlichen Auswertung soll dabei eine größere Bedeutung zukommen. Die Interpretation der Ergebnisse des forstlichen Gutachtens bezieht sich auf drei Zeiträume:
1. Die aktuelle Erhebung Anfang 2009,
2. die Entwicklung der letzten drei Jahre und
3. die Entwicklung der letzten 20 Jahre.
Es ist festzustellen, dass sich die Verjüngungsfläche seit 1986 von ca. 90.000 ha (= 8 % der Waldfläche) auf ca. 210.000 ha (= 17 % der Waldfläche) mehr als verdoppelt hat. Gleichzeitig sind die Schutzmaßnahmen, wie etwa der Zaunschutz, bei Tanne und Eiche erheblich reduziert worden. Die Ergebnisse des forstlichen Gutachtens bieten einen guten Überblick über die aktuellen und zurückliegenden Verbisssituationen in den jeweiligen Jagdbezirksarten. Dadurch wird die Transparenz ermöglicht, die zum Verständnis der Entscheidungsfindung notwendig ist und den sachlichen Dialog und die Kommunikation der Beteiligten fördert.
Die Ergebnisse zur landesweiten Auswertung des forstlichen Gutachtens 2010 - 2012 können Sie sich hier als PDF herunterladen.
Forstliches Gutachten 2010 - 2012 [1.0 MB]
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