
Die Erhaltung der Natur sowie der Lebensräume einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt ist das Anliegen vieler Menschen. Die Jäger in Baden-Württemberg erfüllen hierbei wichtige Aufgaben:
- Sicherung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes;
- Pflege und Erhaltung der Lebensgrundlagen des heimischen Wildes;
- Vermeidung oder Verminderung von Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft.
Diese große Verantwortung fordert von uns Jägern genaue Fachkenntnis und ein hohes persönliches Engagement.
Wir setzen uns ein für die Wildarten in Wald und Feld, damit Sie sich noch lange an ihrer Vielfalt erfreuen können.
Der Landesjagdverband setzt sich auch dafür ein, dass wiederkäuende Wildtiere im Wald als dessen natürlicher Bestandteil und nicht als zu minimierender Störfaktor betrachtet werden. Ihre Bejagung ist nicht nur als (oft überstrapaziertes) Instrument der Walderhaltung, sondern in erster Linie als Bestandteil einer eigenständigen, nachhaltigen Landnutzungsform anzusehen, die nach modernen wildbiologischen Erkenntnissen durchgeführt wird.
Jäger erhalten das Wild
In Baden-Württemberg betreuen rund 34.000 Jäger eine Jagdfläche von 3,37 Mio. Hektar. Davon sind ca. 90 % gepachtete Reviere und Eigenjagden, die übrigen Staatsreviere.
Trotz starker Zersiedelung ist Baden-Württemberg eines der wildreichsten Bundesländer in Deutschland. Reh- und Schwarzwild, Fuchs, Dachs, Feldhase, Steinmarder, Stockente sowie Ringel- und Türkentaube sind bei uns die häufigsten Wildarten. Regional sind aber auch Rot-, Gams- und Damwild, Sikawild, in kleinen Beständen auch Muffelwild, sowie Wildkatze, Baummarder, Iltis, Wiesel, Wildkaninchen, Fasan, Rebhuhn, Waldschnepfe, Auer- und Haselwild heimisch.
Neue Arten, die sich immer stärker ausbreiten, sind Waschbär und Nutria, zwei ursprünglich amerikanische Arten, die in Deutschland aus Pelztierfarmen entkommen sind, sowie der Marderhund, ein "Einwanderer" aus östlichen Ländern.
Selten gewordenen Wildarten (z. B. Rebhuhn) helfen wir Jäger durch freiwillige Schonung, aber vor allem durch Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Lebensräume. Wir pflanzen Hecken und Obstgehölze, legen Gewässer an und gestalten Ackerrandstreifen. Durch diesen praktischen Naturschutz leisten wir Jäger einen bedeutenden Beitrag für den Erhalt von Pflanzen- und wild lebenden Tierarten - ohne staatliche Mittel in Anspruch zu nehmen.
Die neuesten Kenntnisse über unsere heimischen Wildarten liefert die Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg (WFS) in Aulendorf. Sie berät das Ministerium Ländlicher Raum und die Jagdbehörden und führt wissenschaftliche Untersuchungen zur Biologie und Ökologie der Wildarten, zur Wildverbreitung und Bestandsentwicklung sowie zur Wildschadensproblematik durch. Weitere Aufgaben sind die Entwicklung eines artgerechten Wildtiermanagements, die Auswertung der Jagdstatistik sowie Fortbildungsangebote.
Jagdstatistik 2008/09 [34.0 KB]
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