Es war ein Schweizer Wolf Raubwild

Bruder des bei Lahr überfahrenen Wolfs wurde im November auf der A8 zum Verkehrsopfer

22.12.2015

Am 26. November war auf der A8 bei Merklingen ein toter Wolf aufgefunden worden. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung konnte den Rüden anhand genetischer Analysen schon nach wenigen Tagen der italienischen Linie zuordnen. Nun liegen auch die Ergebnisse der genetischen Analysen des Labors für Naturschutzbiologie der Universität Lausanne vor. Das Labor konnte die Proben des toten Wolfes einem bereits in der Datenbank erfassten Tier zuordnen.

 

Bei dem Wolf handelt es sich demnach um ein Jungtier aus dem Calandarudel, welches im Jahr 2014 neben fünf weiteren Welpen geboren wurde. Der Wolf wurde im Dezember 2014 und im Januar 2015 bei Chur durch Kotproben erfasst und trägt die Bezeichnung M48. Der bei Merklingen überfahrene Wolf ist somit ein Geschwistertier aus dem selben Wurf wie der im Juni 2015 bei Lahr überfahrene Wolf.

 

Die Sektion des Kadavers wurde durch das Leinbiz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin durchgeführt. Demnach war der Wolf in einem guten Gesundheits- und Ernährungszustand und war durch eine Kollision mit einem Auto getötet worden. Andere Fremdeinwirkungen konnten eindeutig ausgeschlossen werden.

 

Bei Rissen mit Verdacht auf Luchs oder Wolf sollten diese nicht verändert und möglichst unverzüglich an das Luchsmonitoring der FVA gemeldet werden unter Tel. 0761 / 4018-274.

 

Quelle: FVA Freiburg