Fellwechsel Raubwild

Pilotprojekt zur Verwertung von Raubwildbälgen

10.04.2017

Die im Deutschen Jagdverband zusammengeschlossenen Landesverbände wollen in den nächsten Jahren nicht nur den Absatz von Wildbret als natürliches, nachhaltiges Lebensmittel weiter voran bringen. Auch die Verwertung von Bälgen für Bekleidung und Accessoires soll gefördert und etabliert werden. Für ein Modellprojekt haben DJV und Landesjagdverband Baden-Württemberg die Fellwechsel GmbH gegründet. Sie wird in Rastatt eine Abbalgstation betreiben.Dort wird Raubwild gestreift, zum Gerben vorbereitet und fertige Felle vermarktet. 

Was bedeutet Fellwechsel? Diesen Namen hat eine Werbeagentur mit jagdlichem Hintergrund und viel Hintersinn kreiert:

  • Fellwechsel = ein bisher wertloser Winterbalg wird zum wertvollen natürlichen Rohstoff.
  • Fellwechsel = Naturprodukt aus nachhaltiger, tierschutzkonformer Jagd statt Pelz aus Zuchtfarmen mit z.T. zweifelhafter Beachtung des Tierschutzes.
  • Felllwechsel = Verbraucher nutzen keine Zuchtpelze oder Pelze aus dem Ausland, sondern Naturpelz aus heimischer Jagd.  

 Fellwechsel steht also für die Aufwertung eines bisher eher vernachlässigten Produktes und Umdenken bei Jägerschaft und Verbrauchern.

Die Vorbereitungen für die Abbalgstation laufen auf Hochtouren. Sie wird noch in diesem Frühjahr den "Probebetrieb" aufnehmen können. Viele Jägerinnen und Jäger haben dafür schon im abgelaufenen Jagdjahr  Füchse, Stein-und Baummardern, Waschbären, Marderhunde, Iltisse, Nutrias und Bisame erlegt und gesammelt. 

Bis die Station in Betrieb gehen kann, wurde ein großer Kühlcontainer als Zwischenlager beschafft und in Betrieb genommen. 

Ein Geschäftsführer koordiniert seit 1.April 2017 die umfangreichen Aufgaben vor Ort und knüpft die notwendigen Kontakte, um den Betrieb der Station und die Vermarktung der Felle in Gang zu bringen.
Kontakt über: info@fellwechsel.org".

Ab Spätherbst 2017 wird die Station dann "durchstarten". 

Kreisvereine und Hegeringe sollten deshalb bereits jetzt die Weichen stellen für die Einrichtung von Sammelstellen, in denen erlegtes Haarwild für die Station gesammelt und tiefgekühlt zwischengelagert werden kann. Gebrauchte Gefriertruhen gibt es z.T. recht preisgünstig zu kaufen.

 

Erlegtes Haarwild ist mit einem Begleitschein zu versehen. Er dient einerseits der Rückverfolgbarkeit, die für die Kürschner wichtig ist, als auch als Unterlage, wenn die Fellwechsel GmbH Erlegern eine Erlegungsprämie ausbezahlt. 

 

Wir werden unsere Mitglieder vor dem Start der "Winterbalg-Saison" nochmal umfassend imformieren.

 

Informationen zum Sammeln von Raubwild und das Abgabeformular finden Sie unten als Downloads.