Jagdzeiten

Stand: 3. August 2017

 

Mit dem Inkrafttreten des Jagd-und Wildtiermanagementgesetzes (JWMG) am 1.4.2015 und der Durchführungsverordnung am 18.4.2015 gelten in Baden-Württemberg neue Regelungen.  

 

Eine ganze Reihe von Wildarten ist im JWMG aus dem gesetzlichen Schutz des Jagdrechts herausgefallen: Dazu zählen alle Arten, die in Baden-Württemberg nicht vorkommen und in absehbarer Zeit auch nicht vorkommen werden (z.B. Elche, Seehunde, Schneehase, Großtrappe…). Bei den in BW vorkommenden Arten wurden beim Haarwild das Mauswiesel herausgenommen, bei den Vögeln Säger, Graureiher, Möwen, Greife und Falken (mit Ausnahme Habicht und Wanderfalke - im Schutzmanagement, also keine Jagdzeit!).  

 

Die bisher dem Jagdrecht unterstehenden Entenarten mit ganzjähriger Schonzeit unterstehen dem Schutzmanagement (keine Jagdzeit).  

 

Eine Jagdzeit bekommen haben Graugans, Nilgans und Kanadagans, ebenso Pfeif-und Schnatterente, d.h. die Arten können regulär im Rahmen der in der DVO ausgewiesenen Jagdzeiten bejagt werden.  

 

Rabenkrähe und Elster haben eine Jagdzeit, die von den früher geltenden Zeiten der Rabenvogelverordnung abweichen (diese gilt ab 1.4.2015 nicht mehr!). Die Bejagung der Rabenvogelarten ist auf Bereiche außerhalb von Naturschutzgebieten und Naturdenkmalen beschränkt. 

 

Der Kormoran ist dem Schutzmanagement unterstellt und hat keine Jagdzeit, er kann aber im Rahmen der weiterhin geltenden Kormoran-Verordnung weiterhin letal vergrämt werden (16.8. bis 15.3. an und auf Gewässern, außer NSG, EU-Vogelschutzgebiete, Kernzonen Bioshärengebiete, befriedete Bezirke).

 

Füchse haben nach dem neuen Recht eine feste Jagdzeit (1.8 bis 28. 2). Jungfüchse können im Bereich von Hegegemeinschaften, die durch die unteren Jagdbehörden förmlich anerkannt wurden, bereits ab dem 1. Mai bejagt werden.  

 

Beim Schalenwild haben sich die Jagdzeiten bei Rot-, Dam-, Sika-, Gams- und Muffelwilld geändert, der Rehbock darf jetzt vom 1. Mai bis 31. Januar bejagt werden.  

 

Schwarzwild: In der allgemeinen Jagdruhezeit März und April dürfen im Feld und auf einem 200 m Korridor in den Wald hinein Frischlinge und Überläufer sowie Keiler nicht führende Bachen ohne Kirrrung erlegt werden. Bei geschlossener oder durchbrochener Schneedecke (Schneebedeckung > 50%) entfällt im März Schwarzwild die 200-m Regelung , d.h. im Wald unbeschränkte Bejagung möglich, aber keine Kirrung! 

 

Eine sehr übersichtliche Zusammenstellung der Jagdzeiten - auch für alle anderen Bundesländer - finden Sie auf folgender Webseite: Schonzeiten.de