Blühende Lebensräume mit verbesserten Saatmischungen

Der Landesjagdverband (LJV) bezuschusst auch 2012 Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung von Wildtieren in Feld und Wald durch Einsaat unserer seit Jahren in der Revierpraxis bewährten Saatmi-schungen.

LJV-Artenschutzmischungen: Für alle ist etwas dabei

10.03.2014

Deren Zusammensetzungen wurde auf Empfehlungen unserer Mitglieder ständig weiter verbessert: so wurden z.B. in den Basismischungen 1 und 2 die Anteile großsamiger Arten wie Sonnenblume oder Lupi-ne reduziert oder ganz aus der Mischung genommen, um technische Probleme bei der Nutzung älterer Sämaschinen möglichst zu vermeiden. Neu aufgenommen wurden Arten wie Winterfutterraps „Akela“, Wiesenknopf oder Spitzwegerich (Die Zusammensetzung finden Sie unter "Wild und Natur - LJV-Artenschutzprogramm). 

Die hohe ökologische Wertigkeit des Aufwuchses schafft zahllose Nahrungsketten, die von der Pflanze ausgehend über bestimmte Nutzpilze, Insekten und Vögel bis hin zum Wild reichen.

Der Zuschuss des LJV von 50 % der reinen Saatgutkosten ermöglicht die einmalig günstige Anlage von Daueräsungsflächen. Die Stehzeit der Mischungen beträgt zwischen fünf bis zu zehn Jahren – je nach Zusammensetzung und Standort. Damit entstehen selbst für die teuerste Dauerwildwiesenmischung „Odenwald“ bei einer angenommenen Stehzeit von zehn Jahren lediglich Saatgutkosten von ca. € 7,00 pro Jahr und Hektar; die preiswerteste Mischung, „Basismischung 1“ für kalkhaltige Böden kostet bei ei-ner Stehzeit von 5 Jahren sogar nur ca. € 5,--pro Jahr und Hektar.

Die Mischungen auf einen Blick

•  Basismischung-1 für kalkhaltige Böden; Saatgutbedarf 15 kg / ha, Preis €........./kg.

•  Basismischung-2 für kalkarme/ -freie Böden; Saatgutbedarf 15 kg /ha, Preis: €......../kg

•  Dauerwildwiese „Schwarzwald“ für kalkarme/ -freie Böden und über 600m ü.NN; Saatgutbedarf 30 kg / ha; Preis: €......../kg..

•  Dauerwildwiese „Odenwald“ für alle Böden zwischen pH-Werten 5,5 bis 7,5 und bis 600 m ü.NN.Saatgutbedarf 30 kg / ha; Preis: €......../kg..

(Anmerkung: Bei Aussaat der Mischung „Odenwald“ auf kalkhaltigen Böden empfehlen wir die Beimi-schung von 2 kg Luzerne pro Hektar. Separat bestellen!). 

Aussaatempfehlungen

Saatzeitpunkt

Die optimale Aussaatzeit für alle Mischungen ist ca. eine Woche vor dem im jeweiligen Gebiet zu erwar-tendem Spätfrost . Das ist in der Regel die letzte Aprilwoche bis zweite Maiwoche. Bei zu früher Aussaat ist die Gefahr des Erfrierens des auflaufenden Saatgutes sehr hoch, bei zu später Aussaat besteht die Gefahr des Vertrocknens.

Saatbett u. Saattiefe

Für alle Mischungen empfehlen wir ein feinkrümeliges Saatbett; Saattiefe für Basismischungen1 und 2: 10mm ! Saatstriegel hochstellen; anwalzen für den Bodenschluss.Saattiefe Dauerwildwiesenmischungen: 5 mm ! Saatstriegel hochstellen und unbedingt anwalzen oder besser Flachsaat, leicht eineggen und anwalzen.

LJV-Mischungen und Agrarförderung: 

Landwirte, die Saatmischungen des LJV aussäen, behalten ihre Betriebsprämie. Alle Saatmischungen dürfen auch in Wasserschutzzonen – II und –III ausgesät werden.Für mit Saatmischungen des LJV kann im gemeinsamen Antrag keine MEKA-Prämie beantragt werden. Diese gibt es nur für speziell dafür vorgesehene einjährige Mischungen. 

LJV-Mischungen und Naturschutz: 

Die Basismischungen 1 und 2 sind speziell für die Einsaat in Ackerflächen mit entsprechender Bodenbe-arbeitung geeignet, eine Einsaat in frisch umgebrochene Brachflächen, Wegränder, Polderflächen im Wald u. ä. führt nicht zu den gewünschten Ergebnissen.Bitte beachten: Ein Grünlandumbruch zur Neueinsaat, insbesondere von Extensivflächen, kann mit Natur-schutzbestimmungen (NATURA 2000, Biotopschutz) kollidieren und sollte deshalb unterbleiben. Beste-hendes Grünland kann ggf. durch eine moderate und standortangepasste Düngung und Pflegemahd er-tragsmäßig aufgewertet werden, ohne dass der Artenschutz zu kurz kommt.

Für Neueinsaaten z.B. von Ausstockungen, Käferlöchern etc. im Wald mit den Mischungen „Odenwald“ oder „Schwarzwald“, kann regionales Saatgut, das die Bestimmungen des § 40 BNatSchG (früher § 44 LNatSchG) erfüllt, besorgt werden. Wenden Sie sich an ggf. an die LJV-Geschäftsstelle.

Bestellung und Abrechnung: 

Sammelbestellungen über die Jägervereinigungen oder Hegeringe wie in den Vorjahren direkt beim Liefe-ranten:

Bayerische Futtersaatbau GmbH, Max-v.-Eyth-Strasse 2-4, 85737 Ismaning;Tel.: 089-9624350, Fax: 089-96243511 (Ansprechpartner: Herr von Gienanth).

Lieferungen sind wie bisher in Gebinden von 5- oder 10-kg-Einheiten möglich; d.h., Bestellungen müssen immer auf volle 5- oder 10 kg auf- oder abgerundet werden.Sie erleichtern sich das spätere Verteilen der Lieferung, wenn Sie immer genau die benötigten 5 kg oder 10 kg-Portionen bestellen.

Die Bestellung kann ab sofort erfolgen. Dass Saatgut wird bis spätestens Mitte April ausgeliefert. Die Jä-gervereinigungen erhalten die Rechnungen in doppelter Ausfertigung, die sie direkt bei der BSV bezahlen. Die Originalrechnung reichen Sie sodann beim LJV ein, um den 50 % Zuschuss erstattet zu bekommen.

Vom Zuschuss ausgenommen sind Versandkosten – diese fallen aber ohnehin nicht an, wenn eine entsprechend große Menge im Rahmen der Sammelbestellung beschafft wird. 

Übrigens gibt es auch die Wildackermischung AWA, die sich für ein breites Einsatzgebiet eignet weiterhin bei der Fa. Samenhaus Jehle in Plüderhausen. Für diese Mischung gibt es keinen Zuschuss, weil der LJV mit dem Vertreiber bereits einen günstigen Preis für Mitglieder vereinbart hat. 

Erstellt am 10.03.2014
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