Ein Kleinod an der Kupfer – das Feuchtgebiet Neufels

Im tief eingeschnittenen Tal des Flüßchens Kupfer bei Neuenstein im Hohenlohekreis sind die Hänge von Wäldern gesäumt, in der Talaue vermitteln bachbegleitende Gehölzbestände, Feuchtwiesen und üppige Pestwurzfluren das Bild einer intakten Kulturlandschaft.

Ausganssituation und Gefährdung

Die ertragsarme Nasswiese im Talgrund der Kupfer wird beidseits begrenzt von steil ansteigendem Wald. Durch die schlechte Erschließung ist sie bedroht von Brachfallen oder Aufforstung. Die Folgen: Verringerung der Artenvielfalt und eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.

Ziele

Als Ziele wurden folgende Punkte formuliert:- Offenhsltung einer reizvollen Bachaue

- Anlage eines flachen, reichstrukturierten Stillgewässers, u.a. als Amphibienlaichplatz weit abseits von Straßen und als Brut- und Nahrungsbiotop für Vögel

- Förderung von standortstypischen Schmetterlings-, Libellen- und anderen Insektenarten

- Natürliche Ansiedelung gefährdeter Wasser- und Sumpfpflanzen

Maßnahmen

Um die Ziele zu erreichen, wurden 1,6 Hektar erworben, auf denen altarmähnliche Flachwasserzonen mit Tiefwasserrinnen und Brutinseln im Seitenschluss zur Kupfer gestaltet wurden.

Ergebnis

Bereits ein Jahr nach Fertigstellung konnten über 15 verschiedene Libellenarten nachgewiesen werden. Das Gewässer, das sich rasch mit Kleinfischarten wie der Elritze besiedelt hat, ist Massenlaichplatz von Amphibien (Laubfrosch, Gelbbauchunke, Grasfrosch, Wasserfrosch, Erdkröte, Bergmolch und Teichmolch), sowie Brut-und Nahrungshabitat für Wasservögel und wichtiges Nahrungsgewässer für eine nahegelegene Graureiherkolonie. 

Zurück zur Übersicht