Flächendeckende Erfassung: Jetzt mitmachen!

Jäger können 2019 wieder wichtige Grundlagendaten für das Wildtierinformationssystem des DJV erfassen. Ihr Wissen aus dem heimischen Revier stärkt die Jagd in Deutschland.

  • Foto: Claudia Reinöhl

    Foto: Claudia Reinöhl

Erstellt am 22.05.2019

Im Rahmen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) führen der Deutsche Jagdverband und die Landesjagdverbände nun zum siebten Mal gemeinsam eine Flächendeckende Erfassung (FE) verschiedener Wildarten durch. Ziel ist es, möglichst umfassende Kenntnisse über die Entwicklung von Vorkommen, Populationsdichten sowie Jagdstrecken ausgewählter Wildarten in Deutschland zu erlangen. Diese Umfrage wird in Baden-Württemberg durch die Wildforschungsstelle des Landes in Beauftragung durch den Landesjagdverband durchgeführt. Durch Zusatzfragen der WFS werden landesspezifische Wissenslücken geschlossen.

In Vergangenheit war die Teilnahme in Baden-Württemberg mit über 50 Prozent besonders hoch. Die WFS und der LJV bitten, dieses große Engagement seitens der Jagdrevierinhabenden aufrecht zu erhalten. Helfen Sie mit, belastbare Grundlagen für viele Diskussionen mit Naturschutz, Artenschutz und Landwirtschaft zu erhalten. Durch ihre Beteiligung leistet die Jägerschaft einen wichtigen Beitrag zur Umweltbeobachtung und Einschätzung der biologischen Vielfalt in Deutschland und trägt so zur Nachhaltigkeit und zum Fortbestand der Jagd bei. Die Erfassung liefert eine wichtige Datenbasis für bundesweite Auswertungen, die jährlich in einem WILD-Bericht veröffentlich werden (siehe: www.jagdverband.de/content/wild-monitoring) sowie in Baden-Württemberg für die Erstellung des Wildtierberichtes des Landes.

Die Ergebnisse der regelmäßigen Erhebungen der letzten Jahre haben in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit großes Interesse gefunden und z. B. bei Arten wie Rebhuhn, Dachs oder Waschbär wichtige Erkenntnisse geliefert. Mit einer regen Beteiligung an der FE 2019 zeigt die Jägerschaft, dass sie wesentlich zum Wildtiermonitoring in Baden-Württemberg beiträgt. Dieses Engagement ist heute wichtiger denn je, unterstützt die Arbeit der WFS in großem Maße und dient letztendlich unseren Wildtieren.

Alle Revierinhabenden Baden-Württembergs bekommen den Fragebogen durch die Wildforschungsstelle zugesendet. Mit dem frankierten Kuvert können die Bögen bis zum 30. Juli 2019 zurückgesendet werden. Bitte nutzen Sie die Gelegenheit, die Situation in Ihrem Revier darzustellen. Aufgrund der neuen Datenschutzbestimmungen muss eine Einwilligung zur Datenverarbeitung auf dem Fragebogen unterschrieben werden. Ohne diese Unterschrift kann der Bogen nicht ausgewertet werden. Natürlich gilt weiterhin, dass keine personenbezogenen Daten veröffentlicht werden.

Bitte beachten Sie: Eine jährliche Revierbefragung über das Vorkommen der Wildarten im Revier wird gemeinsam mit der Abfrage der Strecke über die Unteren Jagdbehörden verteilt. Diese ist nicht zu verwechseln mit der FE, die alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Landesjagdverband durchgeführt wird.

Klaus Lachenmaier/WFS

Erstellt am 22.05.2019
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