Landestierschutzbeauftragte im Schwarzwildgatter

Vergangenen Freitag besuchten die Landesbeauftragten für Tierschutz das Schwarzwildgatter Louisgarde, um sich vom tierschutzgerechten Ablauf des Übungsbetriebes zu vergewissern.

  • Foto: Sophia Lorenzoni

    Foto: Sophia Lorenzoni

Erstellt am 30.10.2019

Gerade in Zeiten der drohenden Afrikanischen Schweinepest ist das Thema Schwarzwildbejagung mit entsprechendem Hundeeinsatz aktueller als je zuvor. Im Schwarzwildgatter können Jagdhunde gezielt an die wehrhafte Wildart herangeführt werden und den richtigen Umgang erlernen. Egal ob es darum geht, jungen und unerfahrenen Hunden Mut zu machen, die Sauen ausdauernd zu jagen, oder Draufgängern beizubringen, etwas mehr Abstand zu halten. Beides ist im Sinne des Tierschutzes und der effektiven Bejagung sehr wichtig.

Deshalb besuchten die Landesbeauftragte für Tierschutz, Dr. med. vet. Julia Stubenbord, und ihre Stellvertreterin Ariane Kari, das Schwarzwildgatter Louisgarde. Ebenfalls anwesend war Peggy Müller-Breunig vom Veterinäramt Main-Tauber-Kreis. Die Tierschutzbeauftragten folgteb den Gattermeistern Dr. Werner Schreiber und Joachim Göller. Die Tierschutzbeauftragten waren sehr interessiert und stellten Fragen. Von „Was sollen die Hunde hier genau lernen?“ über „Werden die Wildschweine von den Hunden nicht sehr gestresst?“ bis hin zu „Können die Wildschweine die Hunde nicht verletzen?“

Alle Fragen wurden zur vollen Zufriedenheit der Tierschutzbeauftragten beantwortet. Teilweise mussten sie über die Fachbegriffe der Waidmannssprache schmunzeln, zum Beispiel als es um die Teller der Sauen ging. Spätestens am Prägungskorridor war das Eis dann gebrochen. Die beiden „Buben“, wie die Frischlinge liebevoll genannt werden, machten brav Sitz vor Frau Dr. Stubenbord und Frau Kari. Außerdem zeigte ein vier Monate alter Wachtelhund seine Anlagen und veranschaulichte in der Praxis, wie die Prägung junger Hunde im Gatter geschieht.

Mit einem positiven Eindruck über die Arbeit mit den Wildschweinen verabschiedeten sich die Tierschutzexpertinnen. Mit ihrer Frage, ob sie Personen mit Frischlingen, die von Hand aufgezogen werden müssen, auf das Gatter verweisen dürfen, bestätigten die Tierschutzbeauftragten, dass sie überzeugt davon sind, dass es den Sauen in Louisgarde gut geht. Leider mussten die Gattermeister dieses Angebot ablehnen, da sonst der Wohnraum für die Schwarzkittel bald eng werden würde. Ein großer Dank an das Gattermeisterteam für die gelungene Demonstration des Übungsbetriebs.

Erstellt am 30.10.2019
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