Langsam fahren - schonen Sie Ihr heiligs Blechle

Am letzten Wochenende im Oktober wurden die Uhren umgestellt. Damit steigt auch wieder die Zahl der Wildunfälle. So können Sie sich schützen:

Erstellt am 28.10.2021

Die Abbildung zeigt Straßenüberquerungen von 32 mit GPS-Halsbandsendern ausgestatteten Rehe im Tages- und Jahresverlauf (blaue Punkte; N = 13.689). Die gelben Linien zeigen Sonnenauf- und Sonnenuntergang im Jahresverlauf. In Rot hinterlegt ist das durchschnittliche Fahrzeugaufkommen pro 15 Minuten (dunkelrot 200 Fahrzeuge/15min). Gelbe Rauten stellen die nachweislich durch Verkehr getöteten GPS-besenderten Rehe dar (Grafik: FVA).

Die Gefahr eines Wildunfalls ist im Frühling, in den Monaten April und Mai, sowie im Herbst von Oktober bis Dezember am höchsten. Dann sind die Tiere durch die Suche nach geeigneten Lebensräumen bzw. durch die Paarungszeit aktiver und legen größere Wegstrecken zurück. Damit steigt auch die Anzahl an Straßenquerungen.

Gleichzeitig sind viele Wildtiere dämmerungs- und nachtaktiv, weshalb es zu diesen Tageszeiten häufiger zu Wildunfällen kommt. Dieser Aspekt ist besonders im Herbst relevant, wenn die Zeit umgestellt wird. Dann fällt die Dämmerungsaktivität der Wildtiere mit dem Pendelverkehr zusammen und die Wahrscheinlichkeit eines Wildunfalls steigt.

Alles was Sie zu Wildunfällen wissen sollten, finden Sie auf der Homepage der Forstlichen Versuchs- und Foschungsanstalt Baden-Württemberg unter folgenden Links:

Was Sie über Wildunfälle wissen sollten - Häufig gestellte Fragen zu Wildunfällen und Prävention

Lebensraumverbund & Wildunfälle

Untersuchung zur Wirksamkeit von Wildunfall-Präventionsmaßnahmen im Straßenverkehr mittels Analyse des Raum-Zeit-Verhaltens von Rehen durch Satellitentelemetrie

Zurück zur Übersicht