Schwarzwald- Baar-Kreis unterstützt ­Jäger

Die Verkehrssicherung spielt bei revierübergreifenden Drückjagden eine wichtige Rolle. Der Schwarzwald-Baar-Kreis hat deshalb einen entsprechenden Anhänger gekauft, der Jägern ab sofort zur Verfügung steht, und bietet kostenlose Schulungen an.

Erstellt am 22.10.2019

Um die Jägerschaft bei der Bejagung von Schwarzwild zu unterstützen, geht die Untere Jagdbehörde des Schwarzwald-Baar-Kreises einen neuen Weg: Die Jäger werden bei der Sicherung des Verkehrs unterstützt. Zum einen wurde ein entsprechender Anhänger gekauft, zum anderen werden Schulungen angeboten. 
Unabdingbar für eine umfangreiche Bejagung sind revierübergreifende Drückjagden. Die Vorbereitung und Organisation dieser Jagden ist sehr aufwändig, vor allem weil häufig Straßen betroffen sind. „Die Verkehrssicherung ist immer ein schwer umzusetzendes Thema, da viele Jagden an den Wochenenden stattfinden und eine Unterstützung durch die Straßenmeistereien oder Betriebshöfe dadurch nicht gewährleistet werden kann“, erklärt Sven Jager, Sachgebietsleiter der unteren Jagdbehörde des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis. Hinzu kommt, dass nur geschultes Personal eine solche Verkehrssicherung einrichten darf. 
Deshalb bietet der Schwarzwald-Baar-Kreis der Jägerschaft zur beginnenden Drückjagdsaison die Möglichkeit, Verkehrssicherungsmaßnahmen unkompliziert selbst durchzuführen. Dafür wurde ein vereinfachtes und kostenfreies Verfahren für die Genehmigung von verkehrsrechtlichen Anordnungen eingeführt. Der Antragsteller meldet sich spätestens zwei Wochen vor dem Jagdtermin bei der Verkehrsbehörde und beantragt die verkehrsrechtliche Anordnung. Stehen dem Antrag keine gravierenden Gründe entgegen, wird dieser bewilligt. Zusätzlich stellt der Landkreis einen „Jagdanhänger“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen PKW-Anhänger, der mit der nötigen Beschilderung ausgestattet ist, um eine ordnungsgemäße Verkehrssicherung bei Drückjagden einzurichten. Es war geplant und durch den Kreistag bestätigt, dass der Anhänger auf Kosten des Kreises beschafft wird. Unmittelbar vor der Anschaffung wurde die Förderrichtlinie Infrawild durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Unterstützung der Schwarzwildbejagung verabschiedet. Umso erfreulicher, dass die Verantwortlichen des Ministeriums dieses Projekt im Rahmen der Förderrichtlinien positiv bewerteten und dem Landkreis Fördermittel zur Verfügung stellten. 
Der Anhänger steht den Jägern seit September zur Verfügung. Die Untere Jagdbehörde bietet zusätzlich kostenfreie Schulungen zur Einrichtung jagdlicher Verkehrssicherungen an. Diese Schulungen werden durch fachkundige Personen des Kreises durchgeführt und entsprechen in vollem Umfang den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung. Die erste Schulung wurde bereits im September mit 25 Teilnehmern aus dem gesamten Kreisgebiet durchgeführt. Weitere Termine werden folgen. 
LRA Schwarzwald-Baar-Kreis

Erstellt am 22.10.2019
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