Wolf bei Korntal-Münchingen nachgewiesen

Wie das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft heute mitgeteilt hat, handelt es sich dem Tier, das am 13. Januar in Korntal-Münchingen gefilmt wurde, um einen Wolf. Das hat die FVA in Freiburg bestätigt.

  • Foto: Erich Marek

    Foto: Erich Marek

Erstellt am 18.01.2018

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft informierte heute in einer Pressemitteilung, dass es sich bei dem Tier, das in Korntal-Münchingen gefilmt wurde, um einen Wolf handelt. Das habe die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) bestätigt. Wo der Wolf sich derzeit befindet, ist nicht bekannt. Derzeit gibt es keinerlei Hinweise auf ein ungewöhnliches oder auffälliges Verhalten des Tieres.

 

Zudem besteht inzwischen Klarheit darüber, dass ein Rotwildriss am 13. Dezember in Forbach im Nordschwarzwald (Landkreis Rastatt) auf das Konto eines Wolfes geht. Dies ergab die vom Senckenberg-Institut im Auftrag des Umweltministeriums durchgeführte genetische Analyse von Proben, die an dem gerissenen Tier genommen wurden. Die Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) gehen davon aus, dass es sich bei dem Wolf um dasselbe Tier handelt, das im November in Bad Wildbad drei Schafe, Ende November bei Simmersfeld Rotwild und Anfang Dezember bei Bad-Rippoldsau-Schapbach Rotwild und vermutlich auch Sikawild gerissen hatte.

 

Ob es sich bei diesem Wolf im Nordschwarzwald um dasselbe Tier handelt, das nun in Korntal-Münchingen gefilmt wurde, ist nicht bekannt. Wölfe sind, solange sie ihr Revier noch nicht gefunden haben, ständig in Bewegung und legen große Strecken zurück.

Auch ein Rehwildriss in Herrenberg-Haslach am 4. Dezember ist geklärt. Hierfür ist ein Hund verantwortlich. Dies ergab die vom Senckenberg-Institut durchgeführte genetische Analyse von Proben, die an dem gerissenen Reh genommen wurden.

Derzeit untersucht die FVA weitere Verdachtsfälle, unter anderem eine gerissene Ziege in Sersheim bei Vaihingen/Enz am 14. Januar 2018. Die Ergebnisse hierzu werden in circa drei Wochen erwartet.

 

Beobachtungen von Wölfen sollen umgehend der FVA (0761/4018-274) gemeldet werden.

 

Erstellt am 18.01.2018
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