Zeitumstellung und Herbst: Risiko für Wildunfälle steigt!

Die Jägervereinigung Schwäbisch Gmünd (JV GD) bittet alle Verkehrsteilnehmer, durch ihren Pressereferenten Werner Rupp, in der kommenden Zeit um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit beim Führen eines KFZ außerhalb der Ortschaften.

Das Wild sieht zwar das Licht der Scheinwerfer, kann aber nicht abschätzen, wie schnell es bei hoher Geschwindigkeit da ist. Deshalb bitte die Verkehrszeichen, wie Wildwechsel, Geschwindigkeitsbeschränkung usw. strikt einhalten. Die Wildunfälle nehmen schon wieder zu und sind eine Gefahr für Mensch und Tier.

Zeitumstellung und Herbst: Risiko für Wildunfälle steigt!

Alle zweieinhalb Minuten passiert ein Wildunfall in Deutschland. Nasses Herbstwetter, Maisernte und Zeitumstellung erhöhen das Risiko in den kommenden Wochen. Besondere Aufmerksamkeit ist morgens, während des Berufsverkehrs geboten.

Seit der Umstellung auf Winterzeit  können Menschen eine Stunde länger schlafen. Wildtiere allerdings orientieren sich am Tageslicht und kennen diesen Wechsel nicht: Während sie in der Sommerzeit die Fahrbahn noch gefahrenlos überqueren konnten, braust nach der Zeitumstellung plötzlich der Berufsverkehr über die Straße. Die Morgenstunden werden so zur Falle für Tier und Mensch. Die Maisernte im erhöht das Wildunfallrisiko zusätzlich, da besonders aufgeschreckte Wildschweine auch tagsüber die Straße queren können. Eine weitere Gefahrenquelle: das wechselhafte Wetter mit Laub und Schmutz auf nassen Straßen. Autofahrer sollten deshalb besonders an unübersichtlichen Feld- und Waldrändern mit Wild rechnen und die Geschwindigkeit anpassen, rät auch der LJV und der DJV. Wer Tempo 80 statt 100 fährt, verkürzt den Bremsweg bereits um 25 Meter.

Wo und wann droht die größte Gefahr?

  • Entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder
  • Auf neuen Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.
  • In der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel.

Wenn Wild am Straßenrand auftaucht

  • Kontrolliert bremsen, abblenden und hupen
  • Falls eine Kollision unvermeidbar ist, sollte der Autofahrer nicht riskant ausweichen, sondern das Lenkrad gut festhalten und bremsen.
  • Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollen stets mit Nachzüglern rechnen.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

  • Unfallstelle sofort sichern: Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck aufstellen
  • Das tote Tier kann mit Handschuhen von der Fahrbahn gezogen werden, um die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu senken.
  • Lebt das Wild noch, sollten sich Menschen nicht nähern, da ein Verletzungsrisiko besteht und das Tier in Todesangst gerät.
  • Im Interesse des Tierschutzes: Polizei anrufen - selbst, wenn das Tier geflüchtet ist. Diese kontaktiert den zuständigen Jäger, der das verletzte Tier suchen und erlösen kann.
  • Die Polizei oder der Jäger stellt vor Ort eine Wildunfallbescheinigung aus, die als Nachweis bei der Versicherung dient. Eine Teilkasko übernimmt sämtliche Schäden, die durch Haarwild verursacht werden. Wenn Federwild die Windschutzscheibe beschädigt, übernimmt die Teilkasko auch diese Kosten. Bei Kollisionen mit Kühen oder Pferden zahlt die Versicherung übrigens nicht.

Jägervereinigung (JV) Schwäbisch Gmünd, Werner Rupp, Lorch (Pressereferent der JV GD)

Erstellt am 19.11.2017
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