ASP: Neue Präventionsmaßnahmen - LJV nimmt Stellung

Am 3. November hat das Ministerium Ländlicher Raum einen Erlass zum Monitoring und zu Präventionsmaßnahmen wegen der Afrikanischen Schweinepest herausgegeben. Wir haben die wichtigsten Infos in Kurzform.

Erstellt am 17.11.2017

Mit ASP befallene Wildschweine waren bis vor nicht allzu langer Zeit „ganz weit weg“ und damit eher eine abstrakte Gefahr. Nachdem aber in Tschechien infizierte Wildschweine aufgetaucht sind – Infektion vermutlich über menschliche Verschleppung des Erregers – ist die Gefährdungslage akuter geworden. Bundesweit werden deshalb Präventionsmaßnahmen ergriffen und Notfallpläne geschmiedet. In Baden-Württemberg hat das zuständige Ministerium am 3.11. 2017 einen Erlass zum Monitoring und zu Präventionsmaßnahmen wegen der Afrikanischen Schweinepest herausgegeben. Wesentliche „Botschaften“ des Erlasses sind:

  • Intensivierung des Monitorings bei Schwarzwild auf Erreger der Schweinepest
  • Untersuchungspflicht bei tot aufgefundenem Schwarzwild (Fallwild) bzw. bei erlegtem Schwarzwild mit bedenklichen Merkmalen. Für diese Tiere wird eine Prämie von 25,50 € je zur Untersuchung gebrachtem Stück ausbezahlt.
  • Intensivierung der Bejagung von Schwarzwild und Beseitigung von Bejagungshindernissen. Dabei werden insbesondere Regelungen zur Verwendung künstlicher Lichtquellen und dem versehentlichen Abschuss von zur Aufzucht notwendigen Bachen getroffen. Wildbiologisch sind Bachen nicht mehr zur Aufzucht notwendig, wenn die Frischlinge ihre Streifen verloren haben. Bachen können aber dennoch in der Rotte diese Frischlinge führen.

Das LJV-Präsidium des LJV hat sich in seiner letzten Sitzung ausführlich mit diesem Erlass beschäftigt und dazu ergänzende Forderungen gestellt, die von uns in die jagdpolitische Diskussion eingebracht werden. Es geht uns vor allem um die Beachtung der Waidgerechtigkeit beim notwendigen Reduktionsabschuss und um eine Erweiterung der Präventivmaßnahmen (z.B. Aussetzen der Jagdruhe im März und April).

Erstellt am 17.11.2017
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