Schwarzwälder Luchs kehrt zurück

Seltenes Exponat im Naturkundemuseum Prof. Kalchreuter

Stand 29.04.2014

Ein seltener Gast ist nach Bonndorf zurückgekehrt. Der Luchs, der im Juni 2013 bei Gündelwangen verendet aufgefunden wurde, ist nun wieder im Südschwarzwald zu besichtigen. Am Samstag, den 26. April 2014 präsentierte der Freundeskreis der Stiftung Naturkundemuseum Prof. Kalchreuter das fertig gestellte Präparat des Tieres in Bonndorf-Glashütte. Der Luchs hatte 2013 mehrere Monate lang sein Revier im Bereich der Wutachschlucht. Das junge Männchen war aus der Schweiz zugewandert und hatte sich hier seinen Lebensraum auserkoren. Leider litt das Tier an chronischen Erkrankungen der Leber und der Nieren und starb an einer akuten Entzündung mehrerer Organe. Nach den veterinärmedizinischen Untersuchungen konnte der Luchs mit einer Genehmigung zu Lehrzwecken präpariert werden.

„Wir freuen uns sehr, dem Museum dieses seltene Stück als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen zu können“, sagte der stellvertretende Landesjägermeister Wolf Riedl. „Der Landesjagdverband hat die Präparationskosten übernommen und möchte mit diesem Tier Werbung für die Wildtiere des Schwarzwaldes und das einmalige Museum von Prof. Kalchreuter zu machen.“ Es ist vorgesehen, das Tier auch zu Schulungszwecken zu nutzen. Viele Jäger beteiligen sich am Monitoring, dem Sammeln von Nachweisen und Beobachtungen. Einige Jäger haben sich in Zusammenarbeit mit Luchs-Spezialisten zu Experten auf diesem Gebiet ausbilden lassen.

Die Stiftung Naturkundemuseum Prof. Kalchreuter kümmert sich um die Erhaltung der einmaligen naturkundlichen Sammlung von Heribert Kalchreuter, einem international tätigen Wildforscher, dessen Institut in Bonndorf-Glashütte heute in ein Museum umgewandelt wurde. Neben heimischen Wildtieren beherbergt die Sammlung Kalchreuter Wildtiere und biologische Exponate aus aller Welt.

Erstellt am 06.05.2014
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