Zwei Luchse, neue Erkenntnisse

Luchs Friedl liebt Rehe - zweiter Luchs bestätigt

Erstellt am 30.07.2015

Die Daten des besenderten Luchses B415 (Friedl) zeigen, dass er sich nach wie vor im mittleren Schwarzwald aufhält. Da sich sein Aktionsradius zeitweise verschoben hat, ist die Gesamtfläche, die er seit seiner Besenderung am 9. April genutzt hat, nun fast 800 km² groß.

Seit der Besenderung wurde systematisch nach Rissen des Luchses gesucht. In Absprache mit den betroffenen Jagdpächterinnen und Jagdpächtern wurde die Suche nach Rissen fortgesetzt. Alle bisher gefundenen Risse waren Rehe, auf weitere Nutztierrisse durch den Luchs Friedl gibt es bislang keine Hinweise. Für die Suche nach Rissen wird anhand der Daten des Senderhalsbandes an Punkten gesucht, an denen der Luchs sich wiederholt aufgehalten hat.

Zweiter Luchs von einer Fotofalle abgelichtet

Im Februar 2015 wurde im Gutachtal ein anderer Luchs von einer Fotofalle eines Jägers fotografiert. Ein Abgleich des Fellmusters mit der Datenbank der Schweizer Forscher ergab schon damals, dass auch dieser Luchs aus der Schweiz zugewandert war – er trägt den Namen „B430“. Sein Geschlecht ist unbekannt. Seit Februar 2015 gab es keine sicheren Nachweise dieses Luchses mehr. Anfang Juni konnte aber derselbe Luchs im Kinzigtal am Riss eines Rehs durch eine Fotofalle wieder nachgewiesen werden. Die bisherigen Hinweise auf den Luchs im Kinzigtal lassen vermuten, dass es zwischen ihm und dem besenderten Luchs Friedl zwar Kontakt gibt, die beiden Tiere aber nicht die gleiche Fläche nutzen. Das spricht dafür, dass es sich bei dem Luchs im Kinzigtal um ein männliches Tier handelt. Auch hier strebt die FVA an, den Luchs zu fangen und mit einem Sender auszustatten.

Quelle: FVA Freiburg

Bei Rissen mit Verdacht auf Luchs sollten diese nicht verändert und möglichst unverzüglich gemeldet werden an das Luchsmonitoring der FVA  unter Tel. 0761 / 4018-274.

Als Motivation für die Teilnahme am Monitoring gewährt der Landesjagdverband eine Aufwandsentschädigung an Jäger, die Risse melden, wenn diese als Luchsriss bestätigt werden. Mehr dazu erfahren Sie im internen Bereich unserer homepage in den downloads zur Luchspatenschaft und zur Meldeprämie.

Erstellt am 30.07.2015
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