Jägerprüfung

Jägerprüfung und jagdliche Ausbildung aktuell (Stand 18.4.2021)

Die Prüfungsstelle klärt mit dem Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz am 20.4. 2021, ob die u.g. Regelungen zur Durchführung von Prüfungen und der jagdlichen Ausbildung einschließlich Schießausbildng nach der Corona-VO vom 18.4.2021 weiterhin gelten.



Das Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz als Aufsichtsbehörde für die Jägerprüfung in Baden-Württemberg teilte uns mit Schreiben vom 29.3.2021 zur Durchführung der Jägerprüfung und von Vorbereitungskursen folgendes mit:

Jägerprüfung:
Bei der Jägerprüfung nach § 26 Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) handelt es sich um eine staatliche Prüfung, bei der ausreichende Kenntnisse und Fertigkeiten auf den in § 15 Absatz 5 des Bundesjagdgesetzes genannten Gebieten nachzuweisen sind.
Die Durchführung der Jägerprüfungen (schriftliche Prüfungen, mündlich-praktische Prüfungen und Schießprüfungen) sind Veranstaltungen, die gemäß § 10 Abs. 3 Nr. 2 CoronaVO („weitere staatliche Prüfungen“) ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl zulässig sind.
Der in § 10 CoronaVO beschriebene Infektionsschutz und die AHA+L-Regeln sind unbedingt einzuhalten. Wer eine Veranstaltung abhält, hat die Hygieneanforderungen nach § 4 einzuhalten, ein Hygienekonzept nach Maßgabe von § 5 zuvor zu erstellen und eine Datenverarbeitung nach § 6 durchzuführen. Es gilt ein Zutritts- und Teilnahmeverbot nach § 7. Beim Abhalten der Veranstaltung sind die Arbeitsschutzanforderungen nach § 8 einzuhalten.
Die Prüfungsstelle und die Prüfungskommissionen trägt Sorge dafür, dass die o.g. Regelungen strikt eingehalten werden.


Jagdliche Ausbildung und Schießausbildung:

Für die jagdliche Ausbildung und die Schießausbildung gelten die im Schreiben des MLR vom 8.3.2021 genannten Bedingungen weiterhin.
Bei der theoretischen Ausbildung im Sinne des Präsenzunterrichts handelt es sich um eine Maßnahme, die nach aktueller Rechtslage nicht zulässig ist. Daher kann die theoretische Ausbildung lediglich als Online-Veranstaltung in dem Umfang stattfinden, wie es die Jägerprüfungsordnung ermöglicht, vgl. im Einzelnen das Schreiben vom 9. April 2020 zum Fernunterricht im Rahmen der jagdlichen Ausbildung.
Zulässig ist ein (Präsenz-) Unterricht, an dem nicht mehr Personen zusammenkommen als nach § 9 CoronaVO zulässig ist (z.B. Einzelunterricht).
Die praktische Ausbildung kann ebenfalls nur unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen bei Ansammlungen (§ 9 CoronaVO) stattfinden. Es ist unbedingt auf die Einhaltung des Mindestabstandes und das Tragen einer medizinischen Maske oder eines Atemschutzes mit dem Standard FFP2/KN95/N95 zu achten.
Grundsätzlich sind Ansammlungen nur von Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haushalts, mit insgesamt nicht mehr als fünf Personen gestattet.
Stellt das zuständige Gesundheitsamt in einem Land- oder Stadtkreis eine seit fünf Tagen in Folge bestehende Sieben-Tages-Inzidenz von weniger als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner fest, gilt für Ansammlungen eine Begrenzung auf maximal zehn Personen aus drei Haushalten.


Jagdliches Schießen (Ausbildung):
Die Nutzung von Schießstätten zur jagdlichen Schießausbildung ist abhängig von der Inzidenzzahl im jeweiligen Landkreis. Es wird dringend empfohlen, die örtlichen Ordnungsämter mit einzuschalten.
Das MLR teilt zur Schießausbildung folgendes mit:
Die Nutzung von Schießstätten ist grundsätzlich nach Maßgabe von § 9 Absatz 1 CoronaVO analog zu dem kontaktarmen Freizeit- und Amateurindividualsport zulässig (zwei Haushalte, maximal fünf Personen).
Ob und inwieweit eine Schießanlage vor Ort aufgrund von Belüftungsmöglichkeiten oder der Bauausführung einer Sportanlage/-stätte im Freien gleichzusetzen ist, muss letztlich im Einzelfall vor Ort beurteilt und entschieden werden. Das MLR kann nur allgemeine Hinweise zur Auslegung der CoronaVO geben. Bei Zweifelsfragen ist das zuständige Ordnungsamt heranzuziehen, siehe dazu § 20 CoronaVO.
Sollte in diesem Zuge vor Ort festgestellt werden, dass eine Schießanlage aufgrund der vor Ort zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einer Sportanlage/-stätte im Freien gleichzusetzen ist, gelten die folgenden Regelungen:
Auf weitläufigen Außenanlagen dürfen mehrere Gruppen nach Maßgabe von § 9 Absatz 1 unabhängig voneinander schießen.
Stellt das zuständige Gesundheitsamt in einem Land- oder Stadtkreis eine seit fünf Tagen in Folge bestehende Sieben-Tages-Inzidenz von weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner fest, wird der Betrieb von Sportanlagen im Freien auch für Gruppen von bis zu 10 Personen gestattet, soweit die Sportart kontaktarm ausgeübt wird.
Stellt das zuständige Gesundheitsamt in einem Land- oder Stadtkreis eine seit drei Tagen in Folge bestehende Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner fest, ist die Nutzung von Sportanlagen für den Amateur- und Freizeitindividualsport untersagt; weitläufige Außensportanlagen können von Angehörigen eines Haushalts und höchstens einer weiteren Person eines anderen Haushalts genutzt werden.

Die o.g. Regelungen gelten bis vorerst zum 18. April 2021.

Wie sich die Beschränkungen insbesondere für die praktische Jagdausbildung und die Schießausbildung auf die Jägerprüfung im Mai auswirken, können wir noch nicht abschätzen. Die Prüfungsstelle und das MLR werden alles daran setzen, dass die Mai-Prüfung in vollem Umfang stattfinden kann. Vermutlich wird es dazu notwendig sein, den Beginn des Prüfungszeitraum innerhalb des Monats hin zur Monatsmitte zu verlegen.


Wir werden an dieser Stelle immer aktuell über die Situation bezüglich Ausbildung und Prüfung informieren.


Anmeldungen zu den Prüfungen auf unserem online-Anmeldeportal sind durchgehend möglich.

Kontakt zur Prüfungsstelle
Telefon: 0711 268436-03 oder -21
E-Mail: jaegerpruefung(at)landesjagdverband.de