Novelle mit Augenmaß Interview mit Ministerialdirektor Reimer Ministerium Ländlicher Raum BW 5.9.2013

Ministerialdirektor Reimer hat in der Septemberausgabe unseres Mitteilungsblattes sich ausführlich zum geplanten neuen Jagdgesetz geäußert. Das Interview finden Sie als Download.

Der LJV meint dazu:

Wir werden sowohl die Landesregierung als auch die Regierungsfraktionen an diesen Äußerungen, die eine „Novelle mit Augenmaß“ ankündigt, messen müssen. Dauerhafte Perspektiven für die Jagd sind nicht nur auf gesellschaftliche Akzeptanz angewiesen, sondern vor allem, dass uns Jägern die zur Erfüllung unseres gesellschaftlichen Auftrags notwendigen Instrumente an die Hand gegeben werden, ohne die Motivation und damit die Leidenschaft zu mindern.

Das, was vom MLR an Empfehlungen aus dem Beteiligungsverfahren in den jetzt beginnenden Gesetzgebungsprozess einfließen soll, spricht eine etwas andere Sprache. Wenn, um nur einige Punkte zu nennen,
- wider besseren Wissens die tierschutzkonforme Baujagd verboten werden soll, bei der rund 20 % der Fuchsstrecke erzielt werden,
- die Wildfütterung grundsätzlich undifferenziert verboten werden soll, oder
- jägerisches Eingreifen bei streunenden Katzen und wildernden Hunden verboten wird,
- die Jagdhundeausbildung nachhaltig erschwert wird,
- bewährte Organe der Jagdverwaltung wegfallen sollen und
- aus der bewährten Praxis begründete Forderungen des Landesjagdverbandes ausgeblendet werden, dann muss dies unsere Skepsis auf den Plan rufen. Dagegen protestieren wir aus Überzeugung – wenn auch vorerst nur mit Postkarten.

Erstellt am 20.05.2014
Zurück zur Übersicht