Jäger warnen vor Fuchsräude

Hunde und Katzen gefährdet – auch für Menschen ansteckend

  • Katzenfutter hat einen räudekranken Fuchs in einen Hausgarten gelockt. Dies verdeutlicht die hohe Ansteckungsgefahr.

    Katzenfutter hat einen räudekranken Fuchs in einen Hausgarten gelockt. Dies verdeutlicht die hohe Ansteckungsgefahr.

Die kleine Hanna läuft aufgeregt zu ihrer Mutter: „In unserem Garten steht ein Fuchs, der sieht ganz komisch aus und hat am Schwanz kaum noch Haare!“
In so einem Fall sollten bei der Mutter sofort die Alarmglocken klingeln:
Das Tier ist krank: Räude – Finger weg!
Füchse im Hausgarten sind alles andere als „niedlich“. Sie tragen möglicherweise Krankheitserreger, die auch für Haustiere und z. T. sogar für den Menschen gefährlich sind. Darauf weist der Landesjagdverband in Stuttgart hin.
Aktueller Anlass sind vermehrte Meldungen über das Auftreten der Fuchsräude, eine durch Milben verursachte Krankheit, die bei den befallenen Tieren starken Juckreiz auslöst. Den erkrankten Tieren fällt das Fell aus, sie kratzen sich ihre Haut blutig und magern stark ab. Die Krankheit kann auf Hunde und Katzen übertragen werden, weshalb der Landesjagdverband davon warnt, Haustiere unbeaufsichtigt zu lassen. Auch für Menschen ist die Räude ansteckend – wenn auch in geringerem Maße –, insbesondere bei engem Kontakt mit befallenen Haustieren.
Nach Schätzungen der Stadt Stuttgart leben allein in der Landeshauptstadt dauerhaft rund 4.000 Füchse, welche die Vorzüge der Nähe zum Menschen erkannt haben und sich direkt oder indirekt von ihm ernähren lassen:
schlecht verschlossene Abfälle, offene Komposthaufen, ausgelegtes Katzenfutter oder direktes Anfüttern der Füchse – weil die ja so niedlich sind…Bei Wildtieren verläuft ein Befall mit Räude in der Regel tödlich, da durch die aufgekratzte Haut Folgeinfektionen eindringen können. Für infizierte Haustiere und Menschen gibt es jedoch erfolgreiche, auch vorbeugende Therapiemethoden; daher besteht kein Grund zur Panik.

Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Tierarzt, den Sie im Verdachtsfall schnellstens aufsuchen sollten. Erkrankte oder tote Wildtiere sollten keinesfalls angefasst, sondern unverzüglich dem Jagdpächter oder der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden.

Erstellt am 04.03.2014
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