Änderung des Jagd-und Wildtiermanagementgesetzes in Kraft

  • 14. Landtag von B-W:  Haus des Landtags 26.07.2007

    14. Landtag von B-W: Haus des Landtags 26.07.2007

Erstellt am 07.07.2020

Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 24.6.2020 das Gesetz zur Änderung des Jagd-und Wildtiermanagementgesetzes nach kurzer Debatte (2. Lesung) mit den Stimmen der grün-schwarzen Koalition verabschiedet.

Nach Veröffentlichung im Gesetzblatt von Baden-Württemberg Nr. 21 vom 29.6.2020 ist das Gesetz seit 30.6.2020 in Kraft.
Ausnahme: § 20 Abs. 1 (betrifft Nichtigkeit von Jagdpachtverträgen) tritt erst zum 29.6.2022 in Kraft.

Forderungen des LJV zu Änderungen im Gesetzentwurf waren teilweise berücksichtigt worden. Die Kernforderung des LJV, die allgemeine Jagdruhezeit nicht zu verlegen vom 16. Februar bis 15. April (statt 1.3 bis 31.4.) wurde jedoch nicht umgesetzt.

Auch nicht im Sinne des LJV ist die Streichung von § 31, Nr.10 a), die den Einsatz von Nachtzielvorsatz-und Aufsatzgeräten nicht nur für die Bejagung von Schwarzwild, sondern auch für die Bejagung von Raubwild und übrigem Schalenwild ermöglicht. Für Reh-, Dam- und Sikawild sowie Gams gilt aber die Nachtjagdregelung (zulässig bis 1,5 h vor Sonnenaufgang und 1,5 h nach Sonnenuntergang)  nach wie vor. Für weibliches Rotwild und Kälber ist das Nachtjagdverbot ab 22 Uhr weiterhin zu beachten. 

Verboten ist der Einsatz von Nachtzielgeräten, die direkt auf die Waffe montiert werden.  

Als Downloads finden Sie den beschlossenen Gesetzestext sowie eine Synopse der geänderten Paragrafen mit altem und neuem Wortlaut.

 

Erstellt am 07.07.2020
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