Corona-Pandemie bestimmt das Verbandsgeschehen

Absage von Veranstaltungen

Erstellt am 16.03.2020

Die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona), die ab dem 17.3. in Kraft ist, hat weitreichende Auswirkungen auch auf das Verbandgeschehen in unserem Land. 

Landesweit untersagt ist die Durchführung von Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Auch bei kleineren Veranstaltungen gibt es i.d.R. Beschränkungen, die durch Landkreise und/oder Kommunen ausgesprochen werden. Betroffen sind davon alle Hauptversammlungen, aber auch Hegeringversammlungen, Vorstandssitzungen usw.. Da derzeit i.d.R. keine kommunalen Räume mehr zur Verfügung gestellt werden und Gasthäuser als Tagungsstätten auch ausfallen (Öffnung nur bis 18 Uhr, Abstandsregelungen) ist es derzeit sinnvoll, auf Versammlungen und Besprechungen auch mit einer geringeren Personenzahl zu verzichten.   

Der Landesjagdverband Baden-Württemberg hat folgende Veranstaltungen abgesagt:

  • Informationsveranstaltung zur Zertifizierung jagdlicher Ausbildungsstätten am 4.4. wird verschoben auf zunächst unbestimmte Zeit.
  • Der beliebte und stark besuchte Dornsberger Jagdhundetag am 19.4.2020 kann leider nicht stattfinden.
  • Alle Lehrgänge an der Landesjagdschule und der Akademie für Wild, Jagd und Natur im März und vermutlich auch im April können nicht stattfinden. 
  • Der Landesjägertag am 25.4.2020 in Schluchsee wird abgesagt. Es ist vorgesehen, im Lauf des Jahres eine Delegiertenversammlung durchzuführen. 

Vorbereitungskurse zur Jägerprüfung und Jägerprüfung im Mai 2020
Nach der o.g. Verordnung wird in § 4 ab sofort der Betrieb von Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkshochschulen, untersagt. Dazu zählen auch die jagdlichen Ausbildungsstätten im Land. Deshalb ist es ab sofort nicht mehr möglich, Vorbereitungskurse für die Jägerprüfung, die eine körperliche Anwesenheit von Jagdscheinanwärtern erfordern, durchzuführen. Zudem sind viele Schießstätten auf unbestimmte Zeit geschlossen, so dass auch ein Übungsschießen nicht stattfinden kann. Das Ministerium Ländlicher Raum und die Prüfungsstelle beim LJV haben deshalb beschlossen, dass die Jägerprüfung im Mai (schriftliche Prüfung am 11.5.) nicht stattfinden kann und die Prüfungsstelle bis zum 15.6. (Ablauf der Verordnung) keine Prüfung durchführt. Wenn es die Seuchenlage zulässt, wird die nächste Prüfung im Juli stattfinden.

 

Auch auf Bundesebene gibt es weiterreichende Entscheidungen über Verbandsveranstaltungen:

Das DJV-Präsidium hat in einer Telefonkonferenz entschieden, für das Jahr 2020 alle Großveranstaltungen auf Bundesebene abzusagen. Dazu gehören: 

22. April               DJV-WALD-Tagung in Berlin

30. Mai                 Groß-Gold-Schießen Süd in Freiburg

11.-13. Juni          Groß-Gold-Schießen Nord in Liebenau

24. Juli                 Sophie-Award in Berlin

02.-05.09             Bundesmeisterschaft im Jagdlichen Schießen in Freiburg

Der Bundesjägertag am 18. -19. Juni 2020 findet ebenfalls nicht statt. Es soll im zweiten Halbjahr 2020 eine Delegiertenversammlung in Berlin stattfinden.

Ferner wird der Bundesbläserwettbewerb vom Jahr 2021 auf das Jahr 2022 verschoben.

Erstellt am 16.03.2020
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