Erweiterung Infrawild - neue Fördermöglichkeiten

Wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mitgeteilt hat, können ab sofort auch Anträge für die Förderung von „pauschaler Wildverarbeitung“ (InfraWild) zur Erleichterung der Bejagung und Vermarktung von Schwarzwild gestellt werden.

  • Foto: Sophia Lorenzoni

    Foto: Sophia Lorenzoni

Erstellt am 01.10.2020

Förderfähige Wildverarbeitungsgegenstände sind neue oder neuwertige, zur Wildzerlegung und Verpackung nutzbare Geräte und Gegenstände, die wildbret- und lebensmittelhygienische Anforderungen erfüllen. Antragsberechtigt sind grundsätzlich die Jagdausübungsberechtigten eines Jagdreviers (z.B. Revierpächter, Eigenjagdbesitzer). Der Fördersatz beträgt hier generell 30 %. Der Zuwendungshöchstbetrag je Jagdjahr richtet sich nach der bejagbaren Fläche des Jagdreviers.

 

Förderfähige Gegenstände sind:

1.       Messer/-sets  (nur Fleischmesser, Sortiermesser, Ausbeinmesser, Abhäutemesser)

2.       Messerhalter / Messerkorb (nur Behältnis zur Aufbewahrung)

3.       Zerwirkzange/Aufbrech-/Knochenschere

4.       Fleischerbeil / Spalter

5.       Knochensäge (elektrisch/manuell)

6.       Messerschleifgerät (nur Abzieher, Wetzstahl, elektr. Schleifmaschine für Messer)

7.       Schnitt-/Stechschutzhandschuhe, Fleischerschürze, Stechschürze

8.       Sterilisationsgerät, -becken für Messer

9.       Edelstahlhaken (nur S-Haken, Fleischerhaken, Drehhaken)

10.     Zerwirktisch / Hackklotz (-block)

11.     Schneidebrett

12.     Waage (nur Wildwaage, Tischwaage, Fleischwaage)

13.     Ph-Messgerät

14.     Vakuumiergerät

15.     Lebensmittelechte Fleischkisten/-wannen

16.     Rohrbahnanlage (kein fester Gebäudeteil)

(Alle auswählbaren Gegenstände müssen für die Wildverarbeitung zulässig und tauglich sein. Gegenstände mit Kontakt zum Wildbret müssen lebensmittelecht /-tauglich sein.)

 

Erst nach einer Beantragung und dem Erhalt eines Zuwendungsbescheids für die vorgesehenen Anschaffungen, dürfen Sie diese Wildverarbeitungsgegenstände beschaffen. Das Einreichen der Rechnungs- und Zahlungsbelege erfolgt am Ende des Jagdjahres. Sie erhalten dazu eine Erinnerungsmail bzw. eine Aufforderung der Jagdförderung.

Zur Antragstellung melden Sie sich bitte auf der Seite https://www.infrawild.de an und folgen den weiteren Anweisungen der Online-Antragsseite. Sollten Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte und wählen Sie Ihr Revier aus der Revierliste aus. Auf Revierebene finden Sie das Antragsformular für das Förderverfahren. Beachten Sie dabei, dass ein Revier nur durch einen Benutzer verwaltet werden kann. Ggf. ist eine Abstimmung mit Ihren Mitpächtern notwendig.

Hilfreiche Erklärungen und Hinweise beinhaltet ein grüner Info-Button, den Sie an vielen Stellen finden.

Bitte achten Sie darauf, Ihre Angaben zu den Wildverarbeitungsgegenständen (Anzahl und Kosten) realistisch zu planen. Der Förderbetrag ist nach oben gedeckelt und eine Erhöhung der Zuwendung ist ausgeschlossen.

 

Alles, was Sie über das Verfahren und die Antragsstellung wissen müssen finden Sie unter:

https://landwirtschaft-bw.de/jagdfoerderung und https://www.infrawild.de/de

 

Allgemein wichtig zu wissen:

1. Antragstellung ist nun möglich für

  • Förderung Bewegungsjagden (Einsatz von Helfern und Hunden)
  • Förderung der Wildbretvermarktung (manuelle Anträge)
  • Revierausstattungen. Gefördert werden laut MLR nur „drückjagdtaugliche“ Gegenstände, also solche, die am Tag einer Drückjagd auch genutzt werden.
  • Wildverarbeitung. Gegenstände zur Zerlegung und Verpackung, Arbeitssicherheit und Hygiene in der Wildkammer.

2. Das Verfahren läuft ausschließlich online.

3. Vor Antragstellung ist eine Registrierung erforderlich. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten die Antragsteller eine Nachricht, die ihnen die Unbedenklichkeit eines vorzeitigen Beginns bestätigt. Erst danach kann Material gekauft und zur Förderung angemeldet werden.

4. Wer sich bereits registriert hatte, bekommt eine Benachrichtigung per Mail über die neuen Fördermöglichkeiten.

5. Bitte beachten: Wer sich bereits für 2019/2020 registriert hat und 2020/2021 eine Förderung beantragen will, muss sich erneut registrieren!

6. Leider nicht gefördert werden können Revierausstattungen oder Einrichtungen zur Wildbretvermarktung, die vor einer Registrierung erworben wurden.

7. Das gleiche gilt für Zuschüsse zum Hunde- und Helfereinsatz: Sie können erst nach erfolgter Registrierung und Erteilen einer BW20…-Nummer Jagden abrechnen.

 

Da das Verfahren über das Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz und das Regierungspräsidium abgewickelt wird, bitten wir bei Rückfragen folgende Kontakte zu nutzen:

„Referat 31 - Recht und Verwaltung, Bildung" am Regierungspräsidium Stuttgart
Tel. 0711/904-13124
E-Mail: jagdfoerderung(at)landwirtschaft-bw.info

Erstellt am 01.10.2020
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