Feldhasenbestände stabil

Nicht nur zu Weihnachten heißt es “Aller Jahre wieder…“ Auch um die Osterzeit interessieren sich die Medien jedes Jahr dafür, wie es denn den „Osterhasen“ geht.

Erstellt am 14.04.2019

Anlässlich einer Niederwildtagung in Mainz am 11. April 2019 konnte der Deutsche Jagdverband vermelden: „Feldhasenbestand in Deutschland stabil“.

Im Frühjahr 2018 haben Jäger in Deutschland durchschnittlich 12 Feldhasen pro Quadratkilometer auf heimischen Wiesen und Feldern gezählt – ein Tier mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Von Frühjahr bis Herbst 2018 haben die Bestände bundesweit durchschnittlich um 18 Prozent zugenommen – die höchste Nettozuwachsrate seit etwa 10 Jahren. Die meisten Tiere leben im Nordwestdeutschen Tiefland. Dort haben Jäger 16 Hasen pro Quadratkilometer gezählt, gefolgt von Südwestdeutschem Mittelgebirge(14 Hasen), Alpenvorland (12) und Westdeutschem Mittelgebirge (11). Deutlich weniger Tiere leben pro Quadratkilometer im Ostdeutschen Mittelgebirge (7) und im Nordostdeutschen Tiefland (5).

Nach dem zurückliegenden milden Winter stehen die Chancen damit gut, dass sich die Feldhasenbestände 2019 weiter erholen, wenn das Frühjahr 2019 trocken bleibt.

 

Und wie sieht es in Baden-Württemberg aus?

In den 160 bzw. 168 Zählrevieren in unserem Land wurden im Frühjahr 2018 im Mittel/100 ha Taxationsfläche 11,7 Hasen gezählt (Median), im Herbst 15,6. Damit lag Baden-Württemberg über dem Bundesdurchschnitt. Besonders erfreulich war dass der Zuwachs bei uns über dem Bundesdurchschnitt bei 26% lag.

 

Günstige Witterung hilft dem Feldhasen und anderen Bewohnern des Offenlandes nicht allein. Wir brauchen die Unterstützung der Landwirte und hoffen, dass möglichst viele die Maßnahmen nutzen, die EU-Agrarförderung und FAKT bieten. Zudem brauchen wir künftig eine Agrarpolitik, die die Biodiversität in der Feldflur bei der Förderung im Sinne von Feldhase und Co. stärker berücksichtigt. Die Weichen dafür werden derzeit in Brüssel neu gestellt.

Erstellt am 14.04.2019
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