fünf vor zwölf

Es reicht - höchste Zeit für Praxislösungen!
Liebe Jägerinnen und Jäger, es ist so weit: Wir treffen uns zu einer Kundgebung am 4. März um 11.55
Uhr vor dem Landtag in Stuttgart. Und dafür benötige ich Ihre Hilfe.

Editorial zur Märzausgabe "Der Jäger"

Erstellt am 13.02.2015

Unseren Unmut bekunden wir mit Anstand. Das bedeutet, dass wir uns benehmen. Eine Tugend, die wir Jäger besitzen und auch nicht ablegen werden. Schließlich stehen wir in der Mitte der Gesellschaft. Trotzdem wollen wir möglichst laut sein, aber schön laut. Dafür blasen wir mit unseren Jagdhörnern „Jagd vorbei“ und „Halali“ dem alten Jagdgesetz und den Marsch für ein praxisgerechtes Jagdrecht. Gleichzeitig soll dies aber auch ein Aufruf an alle Landtagsabgeordneten sein, dass wir Jäger nicht schweigen.
Der Landesjagdverband hat lange die konstruktive Zusammenarbeit mit den Politikern gesucht. Dafür mussten wir uns in der Öffentlichkeit zurückhalten. Ministerpräsident Kretschmann betonte sein Angebot der Zusammenarbeit auf dem letzten Landesjägertag in Oppenau. Aber nur, wenn sachlich über Inhalte diskutiert wird. Das haben wir getan.
Doch nun hat sich die Situation verschärft. Das Gesetz ist durch, die versprochene Zusammenarbeit scheinbar vorbei. Es sollen nun Verschärfungen durch die Hintertüre in das JWMG reingemogelt werden- am Landtag vorbei.
 Drei Beispiele dafür:

 

1. Jagdzeiten werden entgegen unabhängigem Fachwissen willkürlich verkürzt, Elstern und Rabenkrähen sind nur Beispiele, beim Fuchs ist das Ziel der Reise noch ungewiss.

 

2. Nach dem JWMG bejagbares Wild soll grundlos mit einer ganzjährigen Schonzeit belegt werden.

 

3. das Fütterungsverbot wird noch weiter verschärft. Soll Wildtiermanagement tatsächlich bedeuten, dass wir Tiere in einigen Landesteilen verhungern lassen?


Das lassen wir uns nicht gefallen! Wir müssen die Öffentlichkeit darüber informieren.
Unsere Kundgebung soll ein klares Signal an die Politik sein. Wir schweigen nicht, wenn Interessenpolitik auf dem Rücken von Wild und Jagd ausgetragen wird. Der Minister hat die Verantwortung für Wild und Jagd, auch dafür ist er berufen.
Es ist 5 vor 12, und es reicht! Aus diesem Grund erheben wir unsere Stimme als Anwalt für Wild, Jagd und Natur, als Gesetzesanwender und Praktiker. Wir sehen uns in Stuttgart am 4. März um fünf vor zwölf.
 Ich freue mich auf zahlreiche Unterstützung,

Ihr Dr. Jörg Friedmann

Erstellt am 13.02.2015
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