Interesse für die Jagd wächst ständig

Im Vergleich zu 2009 hat sich die Anzahl der Prüfungsteilnehmer 2018 fast verdoppelt: In Deutschland legten über 20.000 Menschen die Jägerprüfung ab.

Erstellt am 28.01.2019

Immer mehr Deutsche machen die Jägerprüfung. Im Jahr 2018 waren es über 20.000* Prüflinge, hat der Deutsche Jagdverband (DJV) ermittelt. Im Vergleich zu 2009 sind das 99 Prozent mehr Jagdschüler. Der Jagdschein wird nicht ohne Grund „Grünes Abitur“ genannt: Ein Fünftel der Schüler bestand die Prüfung nicht. Spitzenreiter in der Jägerausbildung war 2018 Niedersachsen mit rund 5.000 Prüfungsteilnehmern. Baden-Württemberg nimmt mit über 2.860 Prüflingen den zweiten Platz ein. Seit Beauftragung des LJV BW mit der Organisation und Durchführung der Jägerprüfung durch das Land im Jahr 2006 haben die Prüfungszahlen kontinuierlich zugenommen: 2006 machten noch rund 800 Personen die Jägerprüfung, in zwölf Jahren ergab sich in Baden-Württemberg eine Steigerung von rund 350%.  

Eine aktuelle Jungjägerbefragung des DJV ergab ein steigendes Interesse bei Frauen für die Jagd. In den Jägerkursen liegt die Frauenquote derzeit bei knapp einem Viertel, das sind plus 20 Prozent gegenüber 2011. Die persönlichen Gründe für eine Ausbildung zum Jäger sind vielseitig. 77 Prozent gaben an, gerne in der Natur zu sein. Für rund 54 Prozent der Jungjäger ist die Jagd ein wichtiger Beitrag zum angewandten Naturschutz. Bei älteren Teilnehmern ist das Bewusstsein für die Natur mit 92 Prozent besonders stark ausgeprägt. Die jüngeren Teilnehmer setzen mit 36 Prozent meist eine Familientradition fort. Das Durchschnittsalter der weiblichen Prüflinge liegt bei Frauen 35 Jahren, Männer sind 36 Jahre alt.

Weitere Informationen zu Voraussetzungen, Ablauf und Inhalten der Jägerprüfung für angehende Jägerinnen und Jäger gibt es in der Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“.

*Rheinland-Pfalz und Bremen: Werte 2017 / **ohne Novemberprüfung

Erstellt am 28.01.2019
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