Luchs in Baden-Württemberg: Auswilderung ist geglückt

Die Luchsin, die am 1. Dezember 2023 ausgewildert wurde, durchstreift den Nordschwarzwald großräumig und zeigt dabei luchstypisches Verhalten.

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Die am 1. Dezember 2023 erfolgte Auswilderung einer Luchsin ist geglückt. Sie bewegt sich inzwischen weiträumig und erbeutet vor allem Rehe. „Das entspricht dem natürlichen Verhalten wilder Luchse. Auch ein Fuchs und Hasen gehörten schon zu ihrer Beute“, sagte Eva Klebelsberg, Leiterin des Landesprojekts am FVA-Wildtierinstitut. Zwischen zwei und fünf männliche Luchse, sogenannte Kuder, gibt es aktuell in Baden-Württemberg. Im Rahmen eines vierjährigen Projekts sollen bis zu zehn vorrangig weibliche Luchse im Schwarzwald ihre neue Heimat finden. Gemeinsam mit den eingewanderten Tieren sollen sie Gründer einer Population sein. Der Landesjagdverband Baden-Württemberg ist einer der Kooperationspartner im Projekt. Für Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann gehört der Luchs bereits fest zur Revierarbeit: „Die Jägerschaft übernimmt Verantwortung für alle Arten des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes, um dem Anspruch eines ganzheitlichen Wildtiermanagements gerecht zu werden. Insbesondere Wildarten, die ihr Lebensraumpotenzial im Land derzeit nicht ausschöpfen können, brauchen unsere Unterstützung. Die Jägerinnen und Jäger sind Experten im Monitoring und haben daher eine Schlüsselfunktion im Projekt.“

 

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf dem Wildtierportal

Einen Video-Beitrag zur Luchskatze Finja finden Sie auf der Webseite des SWR.