Neuer Leitfaden für das Anlegen von Querungshilfen

Das Bundesamt für Naturschutz liefert in einer neuen Veröffentlichtung konkrete Beispiele zum Anlegen von Grünbrücken, Faunatunnel und Tierdurchlässen. Eingeflossen sind auch die Ergebnisse von Forschungsprojekten, die der DJV maßgeblich unterstützt hat.

  • Foto: Innenministerium BW/DJV

    Foto: Innenministerium BW/DJV

Erstellt am 27.07.2017

Querungshilfen sollen helfen, die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrswege zu vermeiden, die biologische Vielfalt erhalten und Wildunfälle reduzieren. Doch wie groß müssen Querungshilfen sein und wo sollten sie positioniert sein? Wie muss die Umgebung gestaltet sein und wie lässt sich das Hinterland langfristig anbinden?

Eine aktuelle Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) liefert Antworten auf Fragen rund um Planung, Gestaltung und Management von Querungshilfen. Thematisiert werden Grünbrücke, Faunatunnel oder auch der Tierdurchlass. Bei der Erstellung des Leitfadens ist das Praxiswissen zahlreicher Projekte zur Wiedervernetzung eingeflossen, an denen auch der Deutsche Jagdverband (DJV) beteiligt war.

Mit dem BfN-Skript 465 "Grünbrücken, Faunatunnel und Tierdurchlässe - Anforderungen an Querungshilfen" werden erstmals integrative Empfehlungen vorgelegt, die auf einer ökosystemaren Betrachtungsweise beruhen, also sich nicht nur auf einzelne Arten beziehen. Die resultierenden Anforderungen an Querungshilfen werden anhand konkreter Gestaltungsbeispiele dargestellt. Auf 50 Seiten erläutern die Autoren des Leitfadens unter anderem, welche Substrate sich für Grünbrücken und Unterführungen eignen, wie deren Relief gestaltet werden sollte oder wie Querungshilfen beruhigt werden können.

Kostenfreie Exemplare können beim Bundesamt für Naturschutz per E-Mail über Andrea.Loehnert@BfN.de angefordert werden.

Erstellt am 27.07.2017
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