Schwerverletzter bei der Maisernte

Der Landesjagdverband mahnt nach einem Jagdunfall in Gündelbach (Lkr. Ludwigsburg) zur Sorgfalt und Disziplin bei Erntejagden.

Erstellt am 18.09.2019

Bei der Maisernte in Gündelbach (Lkr. Ludwigsburg) vor einigen Tagen hatten Landwirte Jäger beigezogen, um die im Maisfeld vermuteten Wildschweine zu bejagen. Die Ernte ist fast abgeschlossen, als es zu einem folgenschweren Unfall kommt: Als eine Sau den Mais in Richtung eines Weges verlässt, beschießen sie zwei Jäger. Getroffen wird aber nicht die Sau, sondern ein 25-Jähriger Landwirt, der in seinem Traktor auf dem Feldweg wartet. Er wird lebensgefährlich verletzt, eine Beifahrerin durch herumfliegende Glassplitter getroffen. Wie es genau zu dem Unfall kam ist noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt.

Für den LJV ist jeder Jagdunfall, bei dem Menschen verletzt oder getötet werden ein Unfall zuviel. Dass es dem Landwirt nach Operationen am verletzten Bein wieder besser geht, freut uns. Der LJV nimmt aber diesen bedauerlichen Vorfall zum Anlass einmal mehr auf das Gefahrenpotential bei Erntejagden hinzuweisen. Erntejagden können effektiv sein, aber Sicherheit muss immer oberste Priorität haben. Es ist deshalb eine sorgfältige Planung und eine Berücksichtigung der örtliichen Gegebenheiten ebenso notwendig wie absolute Disziplin bei der Schußabgabe.

Hinweise über die sichere Durchführung von Maisjagden geben Hinweise des Deutschen Jagdverbandes und ein Faltblatt aus Schleswig-Holstein, auf die wir an dieser Stelle nochmals besonders hinweisen.

 

Erstellt am 18.09.2019
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