Wolf im Landkreis Heilbronn nachgewiesen

Anfang Oktober wurden bei Widdern im Landkreis Heilbronn drei Schafe gerissen. Jetzt liegen laut dem Umweltministerium Baden-Württemberg die Ergebnisse der genetischen Untersuchung vor.

  • Foto: Archiv/Claudia Reinöhl (Alte Fasanerie Klein-Auheim)

    Foto: Archiv/Claudia Reinöhl (Alte Fasanerie Klein-Auheim)

Erstellt am 23.10.2017

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat am Montag, 23. Oktober, darüber informiert, dass als Verursacher der Anfang Oktober gerissenen Schafe bei Widdern ein Wolf bestätigt wurde. Die genetische Analyse der an den Rissen genommenen Proben erfolgte durch das Senckenberg-Institut. Eine nähere Bestimmung der Herkunft des Wolfes war bislang nicht möglich.

Im Rahmen des Wolfsmonitorings wurden in letzter Zeit nördlich von Heilbronn mehrmals Beobachtungen mit Wolfsverdacht gemeldet. Die nun vorliegenden Ergebnisse lassen vermuten, dass es sich dabei tatsächlich um einen Wolf gehandelt hat. Über den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Wolfs ist nichts bekannt.

Die mit dem Wolfsmonitoring beauftragte FVA hat die örtlichen Wildtierbeauftragten bereits informiert und bittet um vermehrte Aufmerksamkeit: Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf oder Risse sollen umgehend der FVA gemeldet werden (Tel.: 0761/4018-274).

Sofern weitere Nutztierrisse auftreten, können bei noch unzureichendem Schutz kurzfristig über die FVA die vom Umweltministerium bereitgestellten Notfall-Zaunsets ausgeliehen werden (Tel.: 0761/4018-274). Für eine Inanspruchnahme des Ausgleichsfonds Wolf muss umgehend die Begutachtung des angegriffenen Tieres durch die FVA erfolgen.

Erstellt am 23.10.2017
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