Pressemitteilung

An ein gewisses Maß an Sarkasmus und die Verbreitung von Halbwahrheiten landauf-landab hat sich die Jägerschaft in Bezug auf ihr Wirken bereits gewöhnt. Mit einem gewissen Erstaunen nehmen wir jedoch zur Kenntnis, dass nun – wenn auch mit einem gewissen Unterton – im Sommerloch Themen aufgegriffen werden, die derart die Menschenwürde in Frage stellen, dass wir hierzu nicht schweigen können!

Erstellt am 27.08.2014

Sind wir soweit gekommen, dass das Leid der Menschen in den Kriegsgebieten wie Syrien, Israel und Irak mit den Wühlschäden von Schwarzwild im Bühlertal verglichen werden? Tote Kinder auf ihren Armen tragend werden diese Menschen im Internet gezeigt! Diese Kriegsopfer verdienen unser tiefstes Mitgefühl, da sie ein Leid ertragen müssen, das wir uns in unserer Wohlstandsgesellschaft wohl kaum vorstellen können. Bei dem Wortspiel von Frau von der Leyen hinsichtlich des „schießenden Personals“ fällt die Presse über sie her, als sie dies auf die Fußballmannschaften bezieht.  

Dass ein aufgebrachter Gartenbesitzer seinem gefühlten „Mähzwang“ - der tatsächlich nach Naturschutzgesetz nur einmal im Jahr besteht - nicht nachkommen kann und dies in bester Stammtischmanier nach außen trägt, ist temperamentsbedingt. Drohneneinsätze und unsere Verteidigungsministerin Frau von der Leyen in einem entsprechenden Zeitungsbericht der BT vom 22.08.2014 hierbei ins Spiel zu bringen – und den Wühlschaden von Schwarzwild mit militärischen Mitteln bekämpfen zu wollen, schießt hiermit wohl über das Ziel hinaus. Der aufgebrachte Bürger war sich hierfür nicht zu schade, aber ein Tagesblatt?  

Wir können hier nur den Kopf schütteln und eine solche Berichterstattung, die nicht im Sinne der Jägerschaft in unserem Landkreis ist, auf das Schärfste verurteilen.     Kontakt: Kreisjägermeister Hans-Jochen Volmer

Erstellt am 27.08.2014
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