Wildtiermonitoring durch Jäger

Mit Beteiligung des LJV fand am Freitag, 27. März im Naturschutzzentrum Ruhestein das Seminar "Wildtiermonitoring seltener Arten in Baden-Württemberg: Organisation, Ergebnisse, Zukunftsperspektiven" statt.

Wildtiere leben heute in einer immer stärker zerteilten und von Menschen beanspruchten Landschaft. Der Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräume wird deshalb immer wichtiger. Erkenntnisse über Populationsdichten,Verhalten und zeitliche und räumliche Verteilung von seltenen Arten sind dabei eine wichtige Voraussetzung. 

Um darüber mehr zu erfahren, werden in Baden Württemberg von der Landesforstverwaltung, dem Landesjagdverband, sowie von verschiedenen Forschungseinrichtungen und Naturschutzorganisationen über Monitoringsysteme wichtige Daten flächig und permanent erfasst. 

Im Rahmen des Seminars wurden vom Wildtierbeauftragten Günther Weissinger und Dr. Rudi Suchant von der Fosrtlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) die derzeitige Organisation des Monitorings, erste Ergebnisse und Zukunftsperspektiven vorgestellt. Wildtierbeauftragte sammeln Daten und Nachweise, die an eine zentrale Stellen an der FVA weitergemeldet werden.

Jäger spielen bei der Erfassung solcher Daten eine wichtige Rolle. Die landesweit ernannten Wildtierbeauftragten müssen bei Jägern und Förstern bekannt werden.

Dipl.Biol. Klaus Lachenmaier vom LJV stellte das Wildtiermonitoring der Jäger vor. Im Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) erfassen Jäger Daten zu vielen Wildarten, wie z.B. zum Feldhasen.

Die Kreisjägervereinigungen sind aufgefordert, Wildtierbeauftragte zu benennen, die als Multiplikatoren und Ansprechpartner Daten zusammentragen. Im Hinblick auf zukünftige Erfassungen von Luchs, Wildkatze und evtl. auch Wolf werden Wildtierbeauftragte gebraucht. In regelmäßigen Schulungen erhalten sie kostenlose Fortbildung zu allen Aspekten des Monitorings.

Wildtiermonitoring der FVA

WILD Programm der Jägerschaft

Erstellt am 17.04.2014
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