Landesjagdverband fordert Abschaffung der Jagdsteuer

Der diesjährige Landesjägertag findet in Denzlingen statt – einer der letzten vier Landkreise Baden-Württembergs, in denen die Jagdsteuer noch erhoben wird (Emmendingen, Freudenstadt, Waldshut und Hohenlohekreis). Das muss sich ändern!

Erstellt am 12.04.2016

„Die Jagdsteuer ist ein längst überholtes Relikt vergangener Tage“, so der Kreisjägermeister von Emmendingen Friedrich Baumer. Und damit hat er auch Recht: Die Jagdsteuer wurde in Zeiten eingeführt, in denen durch den Wildfleischverkauf noch Geld aus der Jagd erwirtschaftet werden konnte. Doch die Zeiten haben sich grundlegend geändert: Ein Revier zu pachten bedeutet die kostenpflichtige Übernahme großer Verantwortung.

 

Revierpächter zahlen Jagdpacht, müssen für Wildschäden aufkommen, sind Ansprechpartner bei Verkehrsunfällen mit Wildtieren und übernehmen das Monitoring für den Staat. Und dafür zahlen sie noch viel Geld. Eine Steuer ist hier fehl am Platze. Jäger entsorgen freiwillig verunfalltes Wild, helfen bei der Seuchenbekämpfung und legen wertvolle Biotope in ihren Revieren an.

 

Wenn die Jäger nur auf ihre freiwillige Fallwildentsorgung verzichteten und die Straßenverwaltung ihrer Aufgabe nachgehen muss, sind die Kosten höher als die Einnahmen durch die Jagdsteuer. „Es ist höchste Zeit, dass auch in Emmendingen und den verbliebenen weiteren drei Landkreisen diese Steuer abgeschafft wird“, so Friedrich Baumer. Durch die Änderung des Kommunalabgabengesetzes wäre dies für ganz Baden-Württemberg möglich!

Erstellt am 12.04.2016
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