Wolf kam aus den Alpen

Die genetischen Untersuchungen des Forschungsinstitutes der Senckenberg-Gesellschaft liegen nun vor.

Erstellt am 07.07.2015

Demnach handelt es sich bei dem Totfund um einen Wolf der alpinen Population. Da auch das Rudel in den Vogesen zu dieser Population gehört, könnte der Wolf aus den Vogesen, aus der Schweiz, aus Frankreich oder auch aus Italien stammen. Noch ausstehend sind die Ergebnisse der genetischen Untersuchung in Lausanne, die erst Ende Juli erwartet werden. Mit etwas Glück lässt sich die Herkunft noch näher eingrenzen. Die pathologische Untersuchung in Berlin wird noch Informationen zum Gesundheitszustand und genauen Alter des Tieres liefern. Hier ist in eineinhalb Wochen mit ersten Ergebnissen zu rechnen. 

 

Seit 150 Jahren galt der Wolf in Baden-Württemberg als ausgerottet. Vor zwei Wochen wurde an der Autobahn A5 bei Lahr ein toter Wolf gefunden.  

 

Hier geht´s zum Filmbeitrag des SWR: "Wer hat Angst vor dem Wolf?"

 

Die Koordinationsgruppe Wolf wird vom MLR einberufen und  über die Ergebnisse zu informiert. In der Koordinationsgruppe Wolf sind neben den zuständigen Naturschutzbehörden auch Naturschutz-, Jagd- und Landnutzerverbände vertreten.

 

Der Handlungsleitfaden Wolf, den eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Landes erstellt hat, legt für den Fall des Auftretens von Wölfen in Baden-Württemberg einen Maßnahmenkatalog und Handlungsroutinen fest. Beteiligt waren Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt sowie der Naturschutzverwaltung unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutzverbände, der Jägerschaft und der Landnutzerverbände.

 

In Ost- und Norddeutschland, in Italien und in der Schweiz haben sich Wölfe mittlerweile etabliert. Auch für die Vogesen konnte die Anwesenheit von Wölfen bestätigt werden. Baden-Württemberg war bisher das einzige große Flächenbundesland ohne Wolfsnachweis.

 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat kürzlich ein Positionspapier zum Wolf veröffentlicht.

 

Erstellt am 03.07.2015
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