ASP: Nachtzieltechnik kann nur ein Baustein sein

Zur Zeit kochen die Diskussionen um den Einsatz von Nachtzieltechnik hoch. Für und gegen deren Einsatz sprechen jeweils viele und gute Argumente. Bislang hat der LJV den Einsatz abgelehnt.

  • Foto: Rolfes/DJV

    Foto: Rolfes/DJV

Erstellt am 04.01.2018

Die Präsidien von LJV und DJV werden sich Ende Januar über Maßnahmen zur ASP-Prävention und damit rund um die Bejagung des Schwarzwildes befassen. Dabei werden die unterschiedlichen Meinungen unserer Mitglieder und Empfehlungen in die notwendigen Abwägungen einbezogen, auch im Hinblick auf das Thema Nachtzieltechnik.

Festzuhalten ist derzeit: Der Einsatz von Nachtzieltechnik kann nur ein Baustein bei der ASP-Prävention sein. Alleine wird auch der Einsatz der besten Nachtzieltechnik die Bestände nicht dauerhaft und deutlich reduzieren. Wir müssen über Maßnahmenpakete sprechen und Widersprüche thematisieren: So leistet sich das Land z. B. mit dem JWMG eine Schonzeit auf Wildschweine im März und April im Wald, kombiniert mit einem Kirrverbot. Andererseits wird der Muttertierschutz aufgeweicht und die Anlage von Saufängen gefordert.

Was wir brauchen ist ein Maßnahmenpaket mit vielen Bausteinen: Erleichterung der Jagd in Schutzgebieten, Gebührenbefreiung für die Untersuchung von Frischlingen < 25kg auf Trichinen, behördliche Unterstützung der Verkehrssicherung bei der Durchführung von Drückjagden mit Befreiung von Gebühren, Förderung der Wildbretvermarktung und die Gewährung einer staatlichen Prämie für die Erlegung von Frischlingen < 25 kg.

Vor diesem Hintergrund sollten wir die Diskussionen um den Einsatz von Nachtzieltechnik führen und das pro und contra sorgfältig abwägen. Nicht isoliert sondern in einer Gesamtschau. Wissensbasiert in Kenntnis der ASP-Gefahrenlage und der Wildschadenssituation.

Erstellt am 04.01.2018
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