DJV will WILD-Monitoring weiter ausbauen

Rund 250 Delegierten haben sich am 22. und 23. Juni in Rostock-Warnemünde zum Bundesjägertag 2017 getroffen. Dabei ging es unter anderem um das WILD-Monitoring, die Fellwechsel GmbH und den Umgang mit invasiven Arten.

  • Foto: Bergemann/DJV

    Foto: Bergemann/DJV

Erstellt am 29.06.2017

Die Delegierten haben auf dem Bundesjägertag in Rostock-Warnemünde eine umfassende "Grundsatzposition Jagd" einstimmig beschlossen. Diese befasst sich mit grundlegenden Fragen, wie etwa dem Verhältnis von Jagd und Tierschutz, der Ausbildung von Jägern und dem Umgang mit invasiven Arten.

 

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt war die Weiterentwicklung des WILD-Monitorings. Ein entsprechender Beschluss sieht vor, dass der DJV das Programm auf Bundesebene weiter ausbaut, denn nur langfristige Datenreihen sind in der politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussion belastbar. Es sollen zum Beispiel Maßnahmen entwickelt werden, um Jäger weiterhin für die anspruchsvolle Datenerhebung zu begeistern.

 

Die Delegierten haben ebenfalls einstimmig einen Beschluss zur nachhaltigen Nutzung von Fellen aus heimischer Jagd gefasst. Darin bekennen sich die Jäger zur regionalen, nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen für die Fertigung ökologisch hochwertiger Pelzprodukte. Die Abbalgstation für das Projekt Fellwechsel soll bereits in der kommenden Wintersaison ihren Betrieb aufnehmen. Felle von Raubsäugern aus heimischer Jagd sollen dort verarbeitet werden. Das Ziel ist deren lückenlose Rückverfolgbarkeit.

 

Im Hinblick auf die Umsetzung der EU-Verordnung zu invasiven Arten wie Waschbär und Marderhund fordern die Delegierten eine finanzielle Unterstützung von der Politik, etwa für Kühltruhen oder Fanggeräte, da mit dem Projekt Fellwechsel umweltpolitische Ziele maßgeblich unterstützt werden.

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