Jagdrechtsnovelle geht in die heisse Phase.

Der Entwurf wird voraussichtlich am 30.09.2014 im Kabinett beraten. Am gleichen Tag legt der LJV seine Position beim außerordentlichen Landesjägertag in Denkendorf fest.

Erstellt am 16.09.2014

Verschiedenen Medien, unter anderem der Schwäbischen Zeitung vom Wochenende, ist zu entnehmen, dass Landwirtschaftsminister Bonde einen geänderten Entwurf des geplanten Jagd-und Wildtiermanagementgesetzes dem Kabinett vorgelegt hat. Den Jägern seien dabei „große Zugeständnisse gemacht worden“. Unter anderem soll die Wildschweinbejagung auch während der Schonzeit im Wald bis zu einem Abstand von 200 m zum Waldaussenrand und im Feld möglich bleiben. Damit würde der Forderung des Landesjagdverbandes Rechnung getragen, eine zeitlich durchgängige und zur Bestandsreduzierung notwendige Bejagung von Frischlingen und Überläufern zu ermöglichen. Der Landesjagdverband sieht es positiv, dass sich der Gesetzgeber in dieser wichtigen Frage bewegt hat. LJM Dr. Friedmann hat entsprechend gegenüber dpa die 200 m-Regelung als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet, zugleich aber klar gestellt, dass zunächst der fortgeschriebene Gesetzesentwurf im Gesamten abzuwarten ist, bevor eine Bewertung erfolgen kann. Der Landesjagdverband hat in seiner fast 50-seitigen Stellungnahme und unter Bezugnahme auf das Gutachten des renommierten Verfassungsrechtlers Prof. Dr. Brenner von der Universität Jena eine ganze Reihe wesentlicher und tiefgreifender Änderungen am Gesetzesentwurf gefordert. Es bleibt abzuwarten, welche weitere Änderungen am Gesetzesentwurf vorgenommen werden. Erst bei Vorlage des Gesetzesentwurfs an die Öffentlichkeit und nicht an die Schwäbische Zeitung stehen die Entscheidungsgrundlagen überhaupt erst fest. Die Kreisjägermeister in Bezirkstagungen und das LJV-Präsidium auf seiner Klausurtagung werden in den beiden kommenden Woche in Vorbereitung des außerordentlichen Landesjägertages am 30. September 2014 in Denkendorf intensiv über die Position des LJV beraten. Die abschließende Bewertung des auf die Stellungnahmen der Verbände und Bürgerinnen und Bürger fortgeschriebenen JWMG und die Entscheidung über die Position des LJV bleibt dem außerordentlichen Landesjägertag als höchstem Organ des LJV vorbehalten. 

Erstellt am 16.09.2014
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