Bewegungsjagden: Das gilt für Halbautomaten

Es gibt immer wieder Unsicherheiten, ob und wie halbautomatische Waffen bei Bewegungsjagden eingesetzt werden dürfen. Antworten liefert das Bundesjagdgesetz.

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Immer wieder wird gefragt, wie es um den Einsatz von Halbautomaten bei Bewegungsjagden bestellt ist. Für den jagdlichen Einsatz insgesamt gilt Folgendes: 
Durch eine Änderung des Bundesjagdgesetzes gilt auch in Baden-Württemberg für diese Frage nicht mehr das JWMG, sondern seit dem 10. November 2016 § 19 Abs. 1 Nr. 2 c) BJagdG: Mit halbautomatischen Langwaffen, die insgesamt mit nicht mehr als drei Patronen geladen sind, darf auf Wild geschossen werden.
Konkret heißt dies: Sie dürfen zwar eine Langwaffe mit einem Magazin besitzen und führen, in das mehr als drei Patronen aufgenommen werden können, aber sie darf bei der Jagdausübung nicht mehr als mit drei Patronen (insgesamt in der Waffe) geladen sein. Die Regelung in § 31 Abs.1 Nr. 7c) JWMG nach der Halbautomaten verboten sind, die mehr als zwei Patronen ins Magazin aufnehmen können, gilt seit dem 10. November 2016 nicht mehr. Durch die konkurrierende Gesetzgebung im Jagdwesen gilt immer die Regelung, die zuletzt geändert wurde. Also momentan die Bundesregelung. Immerhin war die Klarstellung im BJagdG damals wichtig, weil sie Urteile des Bundesver­waltungsgerichts vom März 2016 korrigierte, die das Führen halbautoma­tischer Waffen mit Wechselmagazin untersagt hatten.