Afrikanische Schweinepest: Die wichtigsten Informationen

Symptome, Maßnahmen, rechtliche Regelungen - Hier finden Sie alles rund um die ASP. Über aktuelle Meldungen zur Ausbreitung informieren wir Sie unter der Rubrik "Aktuelles".

  • Feine, punkt­- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut sind ein Hinweis auf ASP.    Foto: Sandra Blome, Friedrich-Loeffler-Institut

    Feine, punkt­- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut sind ein Hinweis auf ASP. Foto: Sandra Blome, Friedrich-Loeffler-Institut

  • Blutige Lymphknoten sind ein Hinweis auf ASP.     Foto: Sandra Blome, Friedrich-Loeffler-Institut

    Blutige Lymphknoten sind ein Hinweis auf ASP. Foto: Sandra Blome, Friedrich-Loeffler-Institut

  • Bei mit ASP befallenen Tieren sind Lunge und Atemwege häufig mit Schaum gefüllt.   Foto: Sandra Blome, Friedrich-Loeffler-Institut

    Bei mit ASP befallenen Tieren sind Lunge und Atemwege häufig mit Schaum gefüllt. Foto: Sandra Blome, Friedrich-Loeffler-Institut

  • Erkranktes Wildschwein.   Foto: Sandra Blome, Friedrich-Loeffler-Institut

    Erkranktes Wildschwein. Foto: Sandra Blome, Friedrich-Loeffler-Institut

Erstellt am 10.09.2020

Stand: 10. September 2020


Allgemeine Informationen und aktuelles Verbreitungsgebiet

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion bei Haus- und Wildschweinen mit meist tödlichem Krankheitsverlauf. Einen Impfstoff dagegen gibt es nicht.

Für den Menschen stellt sie keine Gefahr dar und auch andere Tiere sind nicht empfänglich.

Eine Einschleppung nach Deutschland würde neben den Auswirkungen für die Tiere selbst auch enorme wirtschaftliche Folgen für die Landwirtschaft mit sich bringen, weil der Export von Schweinefleisch in das nicht-europäische Ausland (v.a. Asien) nicht mehr möglich wäre.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Seuche sind die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Seit 2014 tritt die ASP verstärkt in den baltischen Staaten und in Polen sowie in den angrenzenden Ländern Ukraine, Weißrussland und Russland auf. Auch Rumänien und Bulgarien sind betroffen.

In Belgien wurde die Seuche durch Import befallener Wildschweine aus Osteuropa eingeschleppt. Die Ausbreitung konnte durch ein konsequentes Seuchenmanagement gestoppt werden. Die Seuche gilt in Belgien als erloschen. Auch ein Ausbruch in Tschechien konnte gestoppt werden.

Wöchentlich aktualisierte Karten, die die Verbreitung der ASP anzeigen, finden Sie auf der Homepage des Friedrich-Löffler-Instituts.

Die rechtliche Grundlage für den Umgang mit der ASP und den Managementmaßnahmen sind in der Schweinepest-Verordnung geregelt.

Ein Hotspot des Seuchengeschehens aus deutscher Sicht ist seit geraumer Zeit Westpolen. Hier wurden nahe der Grenze zu Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern infiziertes Schwarzwild nachgewiesen. Die betroffenen Bundesländer unternehmen erhebliche Anstrengungen, ein Übergreifen der Seuche nach Deutschland zu verhindern.

Am 9. September 2020 wurde in Brandenburg im Spree-Neiße-Kreis in unmittelbarer Nähe zur polnischen Grenze ein mit ASP infizierter Wildschweinkadaver gefunden. Die Infektion wurde durch mehrere Untersuchungen, zuletzt durch das Referenzlabor des Friedrich-Löffler-Instituts, bestätigt. In der Umgebung des Fundorts wird nach weiteren infizierten Schweinen gesucht und es werden Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung der Seuche in Brandenburg zu verhindern.


Die wichtigsten Fragen:

 


Einsatz von Nachtsichttechnik (Dual-Use-Geräte) und künstlichen Lichtquellen 

Der Einsatz von Nachtsichttechnik in Form von Aufsatz- und Vorsatzgeräten (Dual-Use-Geräte) für die Schwarzwildjagd in Baden-Württemberg ist nach einer Änderung des Bundeswaffengesetzes, die im Februar 2020 in Kraft getreten ist und einer Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes, die im Ende Juni 2020 in Kraft getreten ist (Streichung von § 31, Abs. 1 Nr. 10a) möglich. Eine bis dato notwendige behördliche Beauftragung für den Einsatz ist nicht mehr erforderlich. Nach wie vor nach WaffG auch in Baden-Württemberg untersagt ist der Einsatz von Nachtzielgeräten, die direkt auf die Waffe montiert werden können.

Der Einsatz von künstlichen Lichtquellen bzw. Vorrichtungen zum Anstrahlen und Beleuchten des Zieles sind nach Streichung des § 31, Abs. 1 Nr. 10a (Sachliche Verbote) im JWMG  jagdrechtlich in Baden-Württemberg seit dem 1.7.2020 zulässig. Nach wie vor verboten nach WaffG sind allerdings Vorrichtungen, die direkt auf der Waffe oder der Zieloptik befestigt werden. D.h. mit speziellen Halterungen an der Waffe befestigte Taschenlampen sind verboten, Scheinwerfer, die am Hochsitz oder an einem Baum befestigt sind und eine Kirrung beleuchten und die z.B. mit einem Fußschalter betätigt werden, sind zulässig für die Bejagung von Schwarzwild. 

 


Präventionsmaßnahmen

Um einen Ausbruch in Baden-Württemberg zu verhindern, hat das Ministerium Ländlicher Raum mehrere Maßnahmen ergriffen.


Erläuterungen zu den Präventionsmaßnahmen


Downloads und weitere Informationen

 

 

Erstellt am 22.11.2017
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