Wildtiere retten – Mähtod vermeiden

Risikoreich für den Nachwuchs von Feldhase und Reh, aber auch für am Boden brütende Vogelarten wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rebhuhn oder die Feldlerche ist die jetzt anstehende Frühjahrsmahd, wenn nicht entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Die Strategie „Ducken und tarnen“ schützt Jungtiere vielleicht vor natürlichen Feinden, aber nicht vor dem Mähwerk.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, die Arbeitsgemeinschaft der Baden-Württembergischen Bauernverbände, der Landesjagdverband und die Wildforschungsstelle des Landes rufen deshalb Landwirte und Jäger zur Zusammenarbeit auf, um Mähverluste bei Wildtieren und Gelegen zu vermeiden: Wenn Landwirte ihren Jagdpächtern Mähtermine rechtzeitig melden, können die Jäger kurz vor der Mahd die Flächen mit ausgebildeten Jagdhunden absuchen und Jungtiere oder Gelege in Sicherheit bringen oder die Flächen mit Blinklichtern, Flatterbändern, Flattertüten und ähnlichen Scheuchmitteln für das Wild unattraktiv machen. Eine geänderte Mähtechnik kann – wie Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen – ebenfalls zur Rettung von Wildtieren beitragen: Werden Schläge konventionell von außen nach innen gemäht, ziehen sich junge Wildtiere erfahrungsgemäß in das vermeintlich sichere Zentrum der Mähfläche zurück – und werden dort schließlich vermäht. Bei einer Mahd, die innen im Schlag beginnt, wird Jungwild jedoch geradezu nach außen gedrückt und kann sich damit in Sicherheit bringen. Auch technische Neuheiten sollten ausprobiert werden.
So wird aktuell ein akustischer Wildwarner für den geringen Preis von ca. 11 € als erfolgversprechend angepriesen.
Näheres zu den Bezugsquellen und zur Anwendung erfahren Sie z. B. bei top agrar online (www.topagrar.com, Suchbegriff „Wildretter“, weiter unter „Wildtiere für 10,83 € retten“ vom 15. 4. 2012).

Erstellt am 28.02.2014
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