COVID-19


Aktuelle Corona-Regelungen und jagdliche Belange

In Baden-Württemberg tritt am 28.6.2021 eine neue Corona-Verordnung in Kraft, die weitere Lockerungen in Stufen im öffentlichen und privaten Bereich in Abhängigkeit der 7-Tages Inzidenzen vorsieht.

Die Verordnung gilt bis zum 26.7.2021.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg vom 28.6.2021

 

Grundsätzliches:

Auch die aktuelle Corona-VO sieht weiterhin eine in Stufen gestaffelte Öffnung des öffentlichen und privaten Lebens vor.
Die Öffnungen hängen davon ab, wie sich die 7-Tage – Inzidenz in einem Stadt-oder Landkreis entwickelt. Das bedeutet, dass es in den 44 Stadt-und Landkreisen durchaus unterschiedliche Regelungen geben kann.

Die Corona-VO unterscheidet 4 Öffnungsstufen:

  • Stufe 4: Inzidenzen über 50
  • Stufe 3: Inzidenzen zwischen 50 und 35
  • Stufe 2: Inzidenzen zwischen 10 und 35
  • Stufe 1: Inzidenzen unter 10

In Baden-Württemberg liegt - Stand 26.6.2021 -  die  7-Tage-Inzidenz im Landes-Durchschnitt unter 10.  Sie liegt in allen Landkreisen unter 35, damit gelten die Regelungen der Stufe 2 oder 1. Den aktuellen Inzidenzwert in den jeweiligen Landkreisen und die dort vorgesehenen Regelungen finden Sie i.d.R. auf der Homepage der Stadt-und Landekreise. 

Hier finden Sie einen Überblick über die allgemeinen Regelungen für die einzelnen Lebensbereiche in Abhängigkeit der Stufen.

Wie sich die Regelungen der einzelnen Stufen auf die Bereiche

  • Praktische Jagdausübung, jagdliche Tätigkeiten, Wildtiermonitoring, Kitzrettung etc.,
  • Schießstätten, jagdliches Übungsschießen, jagdliche Schießausbildung
  • Jagdliche Ausbildung und Jägerprüfung 
  • Vereinsveranstaltungen
  • Jagdhornblasen 

auswirken, wird nachfolgend zusammengefasst. 

Jagdausübung:

Einzeljagd, Nachsuchen, das Versorgen von Unfallwild oder Fallwild, Maßnahmen, die wegen der Hegeverpflichtung und dem Tierschutz geboten sind, also beispielsweise das Suchen von Rehkitzen vor der Mahd (Kitzrettung) durch Jägerinnen und Jäger und weitere Personen und die Durchführung von Wildtiermonitoringaufgaben (§ 47 JWMG) auf Veranlassung der staatlichen Wildforschungseinrichtungen sind ohne Beschränkungen möglich. Die Mitnahme von weiteren Personen zum Ansitz (z.B. im Rahmen der jagdlichen Ausbildung) ist in den Stufen 3 - 1 möglich mit mehr als einer Person aus einem anderen Haushalt.

 

Veranstaltungen:

Möglich sind Gremiensitzungen von juristischen Personen, Gesellschaften und vergleichbaren Vereinigungen also z.B. Hegeringversammlungen oder Mitgliederversammlungen ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl, aber:

Wer eine Veranstaltung abhält, hat ein Hygienekonzept zu erstellen und eine Datenverarbeitung durchzuführen. Beschäftigte und sonstige Mitwirkende werden bei der Ermittlung der zulässigen Personenanzahl nicht berücksichtigt.

Hygienekonzept beinhaltet z.B. Abstandsregelungen, Regelungen für Personenströme, Desinfektion, Lüften…)

Limitierender Faktor für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfte damit nach wie vor die Raumgröße sein.

 

Schießstätten, jagdliches Schießen, Schießausbildung

Die Nutzungsbedingungen sind abhängig von der jeweiligen Inzidenzstufe.

Stufe 1 und 2 (Inzidenz < 10 bis < 35):
Im Freien und in geschlossenen Räumen gibt es keine Beschränkung der Personenzahl, es besteht keine Nachweispflicht für Test, Impfung oder Genesung (3G) und es besteht keine Maskenpflicht.

Stufe 3 (Inzidenz 35-50):
Im Freien und in geschlossenen Räumen keine Personenbeschränkung, aber Nachweispflicht 3 G. Test darf nicht älter als 24 h sein, keine Maskenpflicht.

Stufe 4 (Inzidenz > 50):
Im Freien bis 25 Personen mit Nachweispflicht 3G, in geschlossenen Räumen: max. 14 Personen mit Nachweispflicht 3 G

 

Jagdhornblasen

Das Jagdhornblasen ist in den Corona-Verordnungen nicht geregelt.

Für Bereiche, die „Blasmusik“ mit umfassen ist folgendes geregelt:

In der Corona-VO wird in § 12 ausgeführt: i

Angebote der außerschulischen und Erwachsenenbildung wie Volkshochschulkurse, Angebote von Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen und ähnliche Angebote sind

  1. in den Inzidenzstufen 1 und 2 ohne die Beschränkungen der Nummern 2 und 3 zulässig,
  2. in Inzidenzstufe 3 ohne Teilnehmerbegrenzung zulässig, wobei die Teilnahme nur nach Vorlage eines Test-, Impf- oder Genesenennachweises (3 G) zulässig ist,
  3. in Inzidenzstufe 4 nur mit bis zu 100 Personen im Freien und mit bis zu 20 Personen innerhalb geschlossener Räume zulässig, wobei die Teilnahme nur nach Vorlage eines Test-, Impf- oder Genesenennachweises zulässig ist.

d.h. der 3G- Nachweis ist bei den Inzidenzstufen 1 und 2 nicht mehr erforderlich.

Die Corona-VO des Kultusministeriums regelt den Unterricht an Blasinstrumenten und Proben. Dies müsste sinngemäß auch für das Jagdhornblasen gelten

1. Es ist zu gewährleisten, dass in Innenräumen

a)  während der gesamten Probenzeit ein Abstand von mindestens 2 Metern in alle Richtungen zu Personen, die nicht unter § 7 Absatz 1 CoronaVO fallen, eingehalten wird;

b) Teilnehmende nicht im direkten Luftstrom einer anderen Person stehen;

2. bei Blasinstrumenten ist zusätzlich zu den unter Nummer 1 genannten Auflagen zu gewährleisten, dass

a) kein Durchblasen oder Durchpusten stattfindet,

b) häufiges Kondensatablassen in ein mit Folie ausgekleidetes, verschließbares Gefäß erfolgt, das nach jeder Unterrichtseinheit geleert wird und Kondensatreste am Boden durch Einmaltücher aufgenommen werden, die direkt entsorgt werden. Zwischen der Lehrkraft und den Schülerinnen und Schülern wird die Installation einer durchsichtigen Schutzwand (mindestens 1,8 Meter x 0,9 Meter) empfohlen.

Die Maßgaben gelten nicht in den Inzidenzstufen 2 und 1 bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 35 sofern der Unterricht/die Probe im Freien stattfindet.

 

Jagdgebrauchshundewesen:

Wird derzeit überarbeitet.

 

Jagdliche Ausbildung und Jägerprüfung

Informationen erhalten Sie hier.


Landesjägertag LJV - Bundesjägertag

Landesjägertag

Der Landesjägertag im April 2020 musste abgesagt werden. Leider liessen die Corona-Vorschriften für Veranstaltungen es nicht zu, dass wir die Delegiertenversammlung am 10. Oktober nachholen konnten. Der Landesjägertag 2021 wurde ursprünglich auf den 8. Mai terminiert und sollte in Schluchsee stattfinden. Leider konnten in der dortigen Halle die Corona- Abstandsregeln nicht eingehalten werden.
Der Landesjägertag 2021 wird am 10.7.2021 in Ludwigsburg in der mhp-Arena stattfinden und kann als Präsenzveranstaltung satttfinden. Trotzdem wird er als reine Delegiertenversammlung durchgeführt,  also ohne öffentlichen Teil mit Politik, Verwaltung und Presse. Lediglich der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, wird zu den Delegierten sprechen. 

 

Bundesjägertag

Der ursprünglich im Juni in Wernigerode als Präsenzveranstaltung geplante Bundesjägertag 2021 wurde vom DJV-Präsidium auf den 27. September 2021 verschoben. Er wird als Hybridveranstaltung durchgeführt (DJV - Präsidium in Berlin in Präsenz, Delegierte nehmen per Video-Konferenz teil).


Bläser- und Schießwettbewerbe Bund/Land

Bundesbläserwettbewerb

Der Bundesbläserwettbewerb, der im zweijährigen Turnus stattfindet, wurde auf 2023 verschoben. 

 

Landesbläsertreffen:

Das  Landesbläsertreffen am 28.6.2020 in Freiburg wurde abgesagt.  Das Landesbläsertreffen soll im Jahr 2022 am selben Ort im Juni stattfinden.
 

Schießwettbewerbe auf Bundesebene

Die Schießwettbewerbe auf Bundesebene (Großgold-Schießen, Bundesmeisterschaft) finden im Jahr 2021 nicht statt, weil in vielen Landesjagdverbänden die Schießwettbewerbe nicht stattfinden können.

 

Landesschießwettbewerbe

Der LJV wird sich bemühen, den Landeswettbewerb im jagdlichen Schießen und den Preis des LJV wie im letzten Jahr durchzuführen.