COVID-19


Aktuelle Corona-Regelungen und jagdliche Belange

In Baden-Württemberg trat am 19.4.2021 eine neue Corona-Verordnung in Kraft, in der viele Regelungen der bisher geltenden Verordnung fortgeführt werden, aber auch einige Neuregelungen enthalten sind. Am 23.4. wurde die Corona-VO an das Bundesinfektionsschutzgesetz angepasst. Die Corona-VO gilt vorerst bis zum 22. Mai 2021. 

Corona-Verordnung Baden-Württemberg vom 23.4.2021 

Grundsätzlich wird der Lockdown bei Inzidenzwerten > 100 fortgeführt, Öffnungsschritte sind infolge sinkender Zahlen (Inzidenz < 100 bzw. < 50) möglich.

Im Folgenden finden Sie Informationen zu den Themen:

  • Jagdausübung, jagdliche Tätigkeiten, Wildtiermonitoring,
  • Jagdhornblasen,
  • Ausbildung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden, 
  • jagdliche Ausbildung und Jägerprüfung,
  • Schießen,
  • Veranstaltungen

 Grundsätzlich gilt:

  1. Die bisher üblichen Vorsichtsmaßnahmen (Abstand im öffentlichen Bereich, Maskenpflicht in bestimmten Bereichen, Hygienevorschriften) bleiben bestehen.
  2. Das öffentliche Leben wird in einem Stufenplan beschränkt oder wieder geöffnet.  Die Öffnungsschritte sind abhängig von den Inzidenzwerten pro 100.000 Einwohner innerhalb von drei bzw. fünf Tagen.
  3. Die sog. Notbremse tritt in Kraft wenn der 7-Tage Inzidenzwert von 100  an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird.
  4. Die Regelungen zur Beschränkung und Öffnung gelten in Baden-Württemberg auf regionaler Ebene (Stadt-und Landkreise). Es kann also in verschiedenen Landkreisen unterschiedliche Regelungen geben.
  5.  Die Corona-Verordnung unterscheidet bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr zwischen privatem und öffentlichen Raum. Die konkreten Kontaktbeschränkungen sind abhängig von der aktuellen Infektionslage in einem Landkreis.

Praktische Jagdausübung, jagdliche Tätigkeiten und Wildtiermonitoring:

Wie das MLR am 20.4.2021 mitteilte, sind die Jagdausübung und bestimmte jagdliche Tätigkeiten von der nächtlichen Ausgangssperre (22 bis 5 Uhr) nicht betroffen:

Die Jagdausübung zur Tierseuchenprävention oder Tierseuchenbekämpfung sowie zur Vermeidung von Wildschäden (Einzeljagd) ist zulässig.

Ebenso von Ausgangsbeschränkungen nicht betroffen sind das Durchführen von Nachsuchen, das Versorgen von Unfallwild oder Fallwild sowie weitere Maßnahmen, die wegen der Hegeverpflichtung und dem Tierschutz geboten sind, also beispielsweise das Suchen von Rehkitzen vor der Mahd (Kitzrettung) durch Jägerinnen und Jäger und weitere Personen und die Durchführung von Wildtiermonitoringaufgaben (§ 47 JWMG) auf Veranlassung der staatlichen Wildforschungseinrichtungen.

Besonders wichtig:
Gemäß § 9 Absatz 2 CoronaVO gelten die Kontaktbeschränkungen des Absatz 1  (Treffen nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten), bei den o.g. Handlungen nicht, da die Ausübung der Jagd der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dient.

Allerdings wird wird das Einhalten der in § 4 CoronaVO genannten Hygieneanforderungen dringend empfohlen (Abstandsregelung, Mund-Nasen-Schutz, Desinfektion von Gegenständen, die von verschiedenen Menschen berührt werden).

Die zuständigen Behörden können gemäß § 20 Absatz 2 CoronaVO aus wichtigem Grund im Einzelfall Abweichungen von den durch die CoronaVO aufgestellten Vorgaben zulassen. Es wird daher empfohlen, sich vorab mit der zuständigen Behörde abzustimmen.

Ausbildung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden:

Das MLR hat mit Schreiben vom 21.4.2021 die Ausbildung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden unter den Bedingungen der Corona-Verordnung vom 18.4.2021 klargestellt:

Jagdhunden kommt bei der waidgerechten und gesetzeskonformen Jagd eine große Bedeutung zu. Die zur Tierseuchenprävention (vor allem Afrikanische Schweinepest) und zur Verhinderung von Wildschäden notwendigen Bewegungsjagden, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Sinne des § 10 Absatz 5 CoronaVO dienen, können ohne brauchbare Jagdhunde nicht durchgeführt werden.

Die Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden im Sinne des § 17 Durchführungsverordnung JWMG einschließlich der Frühjahresanlagenprüfungen ist unter Beachtung der Vorgaben der CoronaVO zulässig.

Demnach sind Ansammlungen nach § 9 Absatz 1 CoronaVO von Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haushalts mit insgesamt nicht mehr als fünf Personen gestattet.

In Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner sind Ansammlungen nur gestattet, wenn an ihnen höchstens die Angehörigen eines Haushalts und eine weitere Person teilnehmen.

Auf weitläufigen Außenanlagen dürfen mehrere dieser Gruppen an der Ausbildung oder Prüfung teilnehmen, wenn ein Kontakt zwischen den jeweiligen Gruppen ausgeschlossen ist.

Der Veranstalter kann die Teilnahme insbesondere von dem Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder eines Nachweises einer bestätigten Infektion im Sinne des § 4a CoronaVO abhängig machen.

JGHV-Landesverband Baden-Württemberg und Landesjagdverband Baden-Württemberg geben ergänzend noch folgende Hinweise, um die Sicherheit für Ausbilder und Kursteilnehmer zu gewährleisten:

  • Die Ausbildung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden im Sinne des § 17 DVO JWMG einschließlich der Frühjahresanlagenprüfungen ist für Inhaber eines gültigen Jagdscheines unter Beachtung der Vorgaben der CoronaVO zulässig.
  • Die im obigen Text des MLR genannte „Gruppe“ besteht bei Ausbildungslehrgängen aus jeweils einem (1) Hundeführer. Nur wenn Angehörige eines Haushalts gemeinsam mit ihrem Hund/ihren Hunden arbeiten, kann die Anzahl der Personen in der Gruppe mehr als eine Person betragen.
  • Auf weitläufigen Außenanlagen und im Revier dürfen mehrere dieser '"Gruppen“ an der Ausbildung oder Prüfung teilnehmen, wenn ein Kontakt durch einen Mindestabstand von 5 Metern zwischen den jeweiligen Gruppen/Personen ausgeschlossen ist.
  • JGHV-Landesverband Baden-Württemberg und Landesjagdverband Baden-Württemberg empfehlen dringend die Anzahl der insgesamt teilnehmenden Personen auf maximal zehn Personen (inkl. Ausbilder/Prüfer) zu beschränken.
  • Der Veranstalter kann zusätzlich die Teilnahme insbesondere von dem Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder eines Nachweises einer bestätigten Infektion im Sinne des § 4a CoronaVO abhängig machen und weitere Auflagen, wie z.B. eine aktivierte CoronaWarnApp, festlegen.
  • An jedem Kurstag ist als Kontaktliste des Ausbildungsleiters durch diesen eine Anwesenheitsliste zur Dokumentation in geeigneter Form zu führen. Die Anwesenheitsliste ist mindestens 2 Wochen aufzubewahren und muss aus datenschutz-rechtlichen Gründen spätestens am Ende des Kurses vernichtet werden.

Die Durchführung der Kurse und Prüfungen verlangt ein hohes Maß an Disziplin und Verantwortungsbewusstsein aller Teilnehmenden. Die Hygienerichtlinien des JGHV sind hierzu ein wichtiger Baustein. Es liegt nun an uns Jägern, den in uns durch Politik und Verwaltung gesetzten Vertrauensvorschuss zu rechtfertigen. Hierzu muss jeder seinen Beitrag leisten!

Jagdhornblasen:

Weiterhin sind keine Übungsabende in Präsenzform möglich, virtuelle Proben sind zulässig.

Keine Aufritte von Bläsergruppen an Geburtstagen oder Jubiläen, Bläser in kleinen Gruppen bei Beerdigungen im Freien unter Einhaltung der Hygieneregelungen evtl. möglich. Abstimmung mit Angehörigen und Pfarrer wird dringend empfohlen.

Schießstätten und jagdliche Schießausbildung

Die Öffnung von Schießstätten für die jagdliche Ausbildung und das Übungsschießen ist nur bedingt möglich und hängt u.a. von den regionalen Inzidenzwerten pro 100.000 Einwohner ab. Die Inzidenzwerte können sich von Landkreis zu Landkreis unterscheiden, d.h. in jedem Landkreis können andere Öffnungsregelungen gelten. Die Öffnungsregelungen können sich binnen Wochenfrist,z.B. nach Ansteigen der Inzidenz über 100, wieder ändern.

Örtlich Behörden können abweichende REgelungen erlassen, z.B. eine komplette Schließung von Schießstätten für die private Nutzung verfügen. Mit dem Schreiben des MLR vom 20.4.2021 sollen die Behörden aber dazu angehalten werden, jagdliches Übungsschießen und die jagdlicher Schießausbildung zuzulassen. 

Regelungen zum Schießen:  

Gemäß § 31 Absatz 1 Nr. 1 JWMG ist es verboten, ohne eine innerhalb der zurückliegenden 12 Monate unternommene Übung in der Schießfertigkeit an Bewegungsjagden teilzunehmen oder mit Schrot auf Vögel zu schießen. Gleichzeitig  sind aber vor allem Bewegungsjagden ein notwendiger Baustein in der
Strategie zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest sowie zur Vermeidung
von Wildschäden. Eine Teilnahme an den genannten Jagden ohne
Schießübungsnachweis ist gemäß § 67 Absatz 2 Nr. 3 JWMG eine Ordnungswidrigkeit.
Auch allgemein ist die Schießfertigkeit aller Jägerinnen und Jäger sowie eine
gute Schießausbildung der Jungjägerinnen und Jungjäger für die sichere und
tierschutzgerechte Jagdausübung unerlässlich. Jagdwaffen sind einzuschießen
und danach regelmäßig auf ihre Treffgenauigkeit zu überprüfen.
Gemäß § 13 Absatz 1 Nr. 8 CoronaVO ist der Betrieb von öffentlichen und privaten
Sportanlagen und Sportstätten für den Publikumsverkehr untersagt, mit
Ausnahme für den kontaktarmen Freizeit- und Amateursport nach Maßgabe
von § 9 Absatz 1 CoronaVO.
Schießstätten fallen nicht unter „Sportanlagen oder Sportstätten“ im Sinne von § 13 Absatz 1 Nr. 8 CoronaVO, soweit sie für jagdliches Übungsschießen, Einschießen und Kontrollschießen durch Jägerinnen und Jäger sowie zur Schießausbildung der Jägerinnen und Jäger genutzt werden. Dem steht nicht entgegen, wenn einzelne Schießstätten ansonsten auch oder hauptsächlich dem Schießsport dienen oder von Schießsportvereinen betrieben werden. Denn bei
dem oben genannten Schießen im Zusammenhang mit der Jagd handelt es
sich nicht um die Ausübung von Sport.
Daher ist der Betrieb und die Benutzung von jeglichen Schießstätten
durch Jägerinnen und Jäger bzw. Jagdschülerinnen und Jagdschüler für
die genannten Zwecke grundsätzlich nicht nach § 13 Absatz 1 Nr. 8 CoronaVO
untersagt.
Die Betreiberinnen und Betreiber von Schießstätten werden daher gebeten,
Jägerinnen und Jägern sowie Jagdschülerinnen und Jagdschülern das jagdliche
Übungs- und Ausbildungsschießen sowie das Ein- und Kontrollschießen
von Jagdwaffen zu ermöglichen. Es gelten die allgemeinen Abstands-
und Hygieneregeln sowie die Kontaktbeschränkungen.
Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass für das Schießen, anders als für die Jagdausübung nach Ziff. 1, etwaige Ausgangsbeschränkungen gelten.

Jagdliche Ausbildung und Prüfung

Die Jägerprüfung im Mai ist grundsätzlich möglich und wird auch durchgeführt, wo dies machbar ist.

Aktuelle Informationen zur Prüfung und zur Ausbildung finden Sie hier!

Die für die März-Prüfung angemeldeten Personen wurden gebührenfrei auf den angesetzten Mai-Prüfungstermin (Anmeldeschluss am 5.4.2021) übernommen.

Die Prüfungsstelle wird bei Prüflingen, die im Mai Prüfungsteile wegen der durch die Corona-VO verursachten Bedingungen nicht absolvieren können, sondern erst im Juli oder September, keine zusätzlichen Prüfungsgebühr für Wiederholer erheben.

Bereits angemeldete Personen welche nicht im Mai, sondern an einem späteren Termin geprüft werden möchten, können sich jederzeit bei der Prüfungsstelle melden. Weitere Prüfungstermine in 2021 sind für Juli, September und November geplant.

Vereinsveranstaltungen

Die Corona-Verordnung lässt nach § 10 Abs. 2 Nr. 1  notwendige Gremiensitzungen von juristischen Personen des privaten und öffentlichen Rechts, rechtsfähigen und teilrechtsfähigen Gesellschaften und Gemeinschaften, Betriebsversammlungen und Veranstaltungen der Tarifpartner zu.

Voraussetzung ist die Einhaltung von Abstandsregelungen, das Vorliegen und die Umsetzung eines Hygienekonzepts, die Registrierung der Anwesenden und der Ausschluss von Personen, die infiziert sind (§§ 4- 7 der Corona-VO).

Die Regelung würde also grundsätzlich Vereinsversammlungen zulassen. Limitierender Faktor wird aber, v.a. bei Hauptversammlungen, die Raumgröße sein. Bei Hauptversammlungen muss grundsätzlich allen Mitgliedern die Möglichkeit gegeben werden, an der Versammlung teilzunehmen. Schon bei einem Verein mit nur 200 Mitgliedern wird ein Saal von mindestens 1.500 qm Fläche benötigt (7 qm pro Person wg. Abstandsregeln).

Aufgrund der Corona-Pandemie ist es aber abweichend von Regelungen des BGB möglich, Versammlungen auch virtuell abzuhalten, auch wenn dies in der Satzung nicht geregelt ist. Möglich ist außerdem, Abstimmungen, die üblicherweise bei Mitgliederversammlungen erfolgen (Entlastungen, Genehmigung von Jahresabschlüssen und Haushalten, Wahlen…) schriftlich durchzuführen. Der Pferdefuß dabei ist, dass sich mindestens 50% der Mitglieder an dieser schriftlichen Abstimmung beteiligen müssen, damit Ergebnisse gültig sind.

Mitgliederversammlungen können in den Sommer oder Herbst verlegt werden, in der Hoffnung, dass dort wieder Präsenzveranstaltungen mit weniger oder keinen Auflagen möglich sind.

 

 

 

 

    

 




Landesjägertag LJV - Bundesjägertag

Landesjägertag

Der Landesjägertag im April 2020 musste abgesagt werden. Leider liessen die Corona-Vorschriften für Veranstaltungen es nicht zu, dass wir die Delegiertenversammlung am 10. Oktober nachholen konnten. 

Der Landesjägertag 2021 wurde ursprünglich auf den 8.Mai terminiert und sollte in Schluchsee stattfinden.

Da die dortige Halle zu klein ist, um eine Präsenzveranstaltung unter Corona-Abstandsregelungen durchzuführen, werden wir auf einen anderen Veranstaltungsort zurückgreifen. Wir weichen auch vom Termin ab.

Der Landesjägertag 2021 wird am 10.7.2021 voraussichhtlich in Ludwigsburg, stattfinden.  Ob der Landesjägertag mit Neuwahl des LJV-Präsidums als Präsenzveranstaltung möglich ist, oder in Form einer Hybrid- oder reinen Online-Veranstaltung stattfindet, ist derzeit noch unklar. Das geschäftsführende LJV-Präsidium hat empfohlen, den Landesjägertag als reine Delegiertenversammlung durchzuführen, also ohne öffentlichen Teil mit Politik, Verwaltung und Presse.

 

Bundesjägertag

Der ursprünglich im Juni in Wernigerode als Präsenzveranstaltung geplante Bundesjägertag 2021 wurde vom DJV-Präsidium auf den 27. September 2021 verschoben. Er soll als Hybridveranstaltung durchgeführt werden (Präsidium tagt in Berlin, Delegierte nehmen per Video-Konferenz teil).

 

 

 


Bläser- und Schießwettbewerbe Bund/Land

Bundesbläserwettbewerb

Der Bundesbläserwettbewerb, der im zweijährigen Turnus stattfindet, wurde auf 2023 verschoben. 

 

Landesbläsertreffen:

Das  Landesbläsertreffen am 28.6.2020 in Freiburg wurde abgesagt.  Das Landesbläsertreffen soll im Jahr 2022 am selben Ort im Juni stattfinden.
 

Schießwettbewerbe auf Bundesebene

Die Schießwettbewerbe auf Bundesebene (Großgold-Schießen, Bundesmeisterschaft) finden im Jahr 2021 nicht statt, weil in vielen Landesjagdverbänden die Schießwettbewerbe nicht stattfinden können.

 

Landesschießwettbewerbe

Der LJV wird sich bemühen, den Landeswettbewerb im jagdlichen Schießen und den Preis des LJV wie im letzten Jahr durchzuführen.