NEUJAHRSGRUSS DES LANDESJÄGERMEISTERS Dr. Jörg Friedmann

Liebe Jägerinnen und Jäger, liebe Freunde der Jagd, ein neues Jahr beginnt – und wir haben Lust auf das neue Jahr. Wir haben Lust und Freude auf Gestaltung von Wild, Jagd und Natur in Baden-Württemberg auch im Jahr 2026.

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Und wir haben Themen: Ein Thema ist die Änderung der Durchführungsverordnung zum Jagd- und Wildtiermanagementgesetz. Sie wird kommen, eine ganzjährige Jagdzeit auf invasive Arten bei Beachtung des Elterntierschutzes – ein Vertrauensbeweis der Politik und eine Bestätigung, dass wir Jägerinnen und Jäger positiv für die Artenvielfalt und den Schutz der Biodiversität wirken. Und dieser Aufgabe werden wir gerecht. 

Was endlich auch kommt, ist die Änderung der Rotwildgebieteverordnung. Auf gut Deutsch gesagt: Freiheit für den Wanderhirsch! Endlich wird dieses unsinnige Abschussgebot auf wandernde Hirsche aufgehoben und damit wird eine langjährige Forderung des Landesjagdverbandes erfüllt. Damit soll der genetische Austausch zwischen den Rotwildgebieten ermöglicht werden. Dazu bedarf es allerdings noch mehr: Wir brauchen eine Rotwildmanagementkonzeption, an deren Erstellung wir gerne mitarbeiten unter Einbeziehung aller betroffenen Akteure. 

Da sind wir auch gleich beim Thema „Wald und Wild“: Dauerthema – Wald und Wild gestalten unter Beachtung der Weidgerechtigkeit, des Tierschutzes, es ist möglich: Wir haben einen Zielkatalog im Jagd- und Wildtiermanagementgesetz in §2. Ich lade Sie herzlich ein: Lesen Sie es sich durch, es steht so viel drin. Unter Beachtung dieser verschiedenen Ziele muss und wird es uns gelingen, Wild und Wald in Einklang zu bringen. Da sind wir sehr zuversichtlich und bieten auch hier unsere Kompetenz und Expertise an. 

Was dann ansteht: Es gibt einen Gesetzesentwurf: Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes. Wolf, Biber und Saatkrähe in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz. Es ist überfällig, alle drei Tierarten gehören rein. Wir müssen uns vergegenwärtigen: Der Wolf hat denselben Schutzstatus wie Gams, Baummarder und Iltis. Dieses Engagement unter Berufung auf den Schutzstatus des Wolfes, das würden wir uns seitens des Naturschutzes auch für das Gamswild mal besonders wünschen, auch hier werden wir auf eine Verbesserung der Situation unseres Gamswildes hinzuwirken versuchen. 

Was wir aber auch noch angehen müssen, ist, für eine Evaluation des Waffengesetzes zu sorgen. Für einen praxisgerechten Vollzug ohne Gängeleien, wie wir es aktuell in Nordbaden leider erleben müssen. Wir brauchen eine verhältnismäßige Anwendung des Waffengesetzes mit Augenmaß. Wir haben wahrscheinlich das strengste Waffengesetz der Welt und insofern ist es Zeit, dass es hier verhältnismäßig angewendet wird. 

Und dann haben wir in diesem Jahr die Landtagswahl. Baden-Württemberg wird nach zig Jahren einen neuen Ministerpräsidenten bekommen. Ein neuer Landtag wird sich konstituieren und damit werden die Karten für die jagdpolitische Zukunft in Baden-Württemberg wieder neu gemischt. Sie dürfen sich sicher sein: Der Landesjagdverband ist am Puls der Zeit. Wir werden auf eine gute, positive Gestaltung für Wild, Jagd und Natur hinzuwirken versuchen, wir werden uns mit unserem ganzen Gewicht einbringen. Unser Appell: Gehen Sie zur Wahl, nutzen Sie Ihr demokratisches Wahlrecht – und dann geht es voran in die neue Legislatur zur Gestaltung unserer Jagd so wie wir sie lieben.

Ich wünsche Ihnen, allen Jägerinnen und Jägern, viele besondere und schöne Momente, jagdliche Sternstunden im Revier, tolle Hundearbeiten und einfach ein gutes neues Jahr mit einem kräftigen Weidmannsheil auf allen Wechseln.  

Ihr Landesjägermeister

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