(Stuttgart, 23. September 2026) Niederwildhege, Kitzrettung, Wildschäden und Waldumbau: Vier Themen, die zeigen, wie eng die Zukunft unserer Wildtiere mit der Gestaltung unserer Kulturlandschaft verbunden ist. Viele dieser Herausforderungen lassen sich nur im Schulterschluss von Jägerschaft, Land- und Forstwirtschaft bewältigen.
Wie diese Zusammenarbeit in der Praxis aussieht und welche Lösungen daraus entstehen, zeigt der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest vom 27. September bis 4. Oktober 2026. Besucherinnen und Besucher erfahren am Stand des LJV im „Kleintierzelt“, wie Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz gemeinsam dazu beitragen, Lebensräume zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Im Fokus des LJV-Standes steht das Projekt „Wild-Wald-Bewusstsein“, das Wege aufzeigt, wie der klimawandelbedingte Waldumbau im Einklang mit den Bedürfnissen des Wildes erfolgreich gelingen kann. Interessierte erfahren zudem, wie die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Jägerschaft bei der Kitzrettung funktioniert, welche Maßnahmen Wildschäden vorbeugen und warum strukturreiche Lebensräume für zahlreiche Wildtierarten unverzichtbar sind. Mit dem Wild-, Wald- und Wiesenknigge des LJV können Besucher wertvolle Hinweise mit nach Hause nehmen. Ergänzt wird das Angebot durch mehrere Fachvorträge. Besucher erhalten Einblicke in die Kitzrettung mit Wärmebilddrohnen, den Einsatz von Jagdhunden sowie die wichtige Rolle von Hunden bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest.
Ein besonderes Erlebnis bietet der große Lernort-Natur-Anhänger. Dort können große und kleine Besucher heimische Wildtiere aus nächster Nähe kennenlernen und Spannendes über die Bewohner von Wald, Feld und Wiese erfahren. Außerdem ist der Landesjagdverband mit einer Station an der Schülerrallye vertreten.
Ein weiteres Highlight für Jägerinnen und Jäger, Jagdinteressierte sowie alle Besucher des Landwirtschaftlichen Hauptfests ist der Jägerabend am 2. Oktober im Albdorf. Neben kulinarischen Angeboten steht dort vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Beim PIRSCH-Stammtisch diskutieren Vertreter aus Landwirtschaft, Jagd und Politik über gemeinsame Herausforderungen in der Kulturlandschaft und die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jägerschaft. Kabarettist Martin Wangler alias „Fidelius Waldvogel“, Jagdhornbläser und weitere Programmpunkte sorgen für einen stimmungsvollen Abend.
Der Landesjagdverband lädt alle Interessierten ein, auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest spannende Einblicke in die Lebensräume heimischer Wildtiere zu gewinnen und die Menschen und Projekte kennenzulernen, die sich für Wildtiere, ihre Lebensräume und eine zukunftsfähige Kulturlandschaft engagieren.

